Auf der Suche nach der richtigen Headline

Moin, ich bin Eike, 23 Jahre alt, und arbeite neben meiner Haupttätigkeit als Buchhalter in einer Hamburger Media-Agentur als freiberuflicher Texter. Moment, kein Student mit Nebenbei-Broterwerb wie die meisten anderen hier? – Ja, das ist richtig. Ich wollte mal studieren, bin aber letztendlich doch in Praktika, danach in der Marketing-Ausbildung und danach wiederum mit gekürzten Stunden (freiwillig) in der Buchhaltung gelandet. Während all den Stationen hatte ich die Möglichkeit, auf Grundlage der Erfahrungen und Theorien live ein Unternehmen aufzubauen und sehe das rückblickend als das beste, was hätte passieren können. 

 

Aber warum eigentlich, als Azubi und Angestellter verdient man doch?

Tatsächlich ist das eine Frage, die ich immer wieder mal gestellt bekam. Schließlich war der Verdienst grundsätzlich gut und trotzdem nahm ich die Anstrengung auf mich, neben dem Vollzeitjob noch weiter zu arbeiten. Die Gründe dafür waren einerseits, dass ich es schon vor der Ausbildung seit dem Abitur laufen hatte und nicht aufgeben wollte, und andererseits, dass sich immer mehr auch das Denken durchsetzte, mit dieser selbstständigen Tätigkeit eigentlich was viel cooleres zu machen als in jedem Angestelltenverhältnis, wo ich für andere arbeiten würde. Ich muss auch zugeben, dass ich es irgendwie im Blut hatte, dass daraus mehr werden könnte. Als Schüler mochte ich schreiben, hatte hingegen aller anderen richtig Lust auf Hausarbeiten, Berichte und Essays. Klausuren aber nicht so, da konnte man sich nicht austoben. Als das Kapitel dann dicht war, kam zufälligerweise ein Freund auf mich zu, der seine Agentur aufgemacht hatte, und bat mich, doch einfach mal einen Webseitentext für ein kleines Gästehaus zu schreiben. Der Startschuss.

Jetzt nach drei Jahren betreue ich tolle Kunden und Projekte, darunter als Chefredakteur ein Kreditportal aus Malta oder als Teil des Autorenteams den Blog von Lautsprecher Teufel. Und um auf die Frage zurückzukommen: Ich mache das nicht aus Prinzip, weil man sowas nicht aufgibt. Sondern ich mache es aus einer Art Liebe und Leidenschaft.

 

Was Freelancer heutzutage brauchen

Diese Portion Liebe ist meiner Meinung nach auch das, was jeder Freelancer heutzutage braucht. Natürlich braucht er auch Kontakte, Disziplin und die sonstigen Klassiker, um überleben und wachsen zu können. Aber ohne Liebe geht es nicht. Sobald man anfängt, etwas nur fürs Finanzielle zu machen oder nur des Fakts wegen, selbstständig zu sein, geht es schon nach hinten los. Aber auch das ist noch nicht alles.

Auch ist es die Präsentation des eigenen Unternehmens als Freelancer. Heute ist vieles sehr schnell 0-8-15. Das muss gar nicht beabsichtigt sein, aber kommt automatisch einfach dadurch, dass man sich einzig mit seiner Leistung hinstellt und nicht mit dem nötigen Detail, das den potenziellen Kunden denken lässt: "Mensch, das ist nicht nur irgendein Dienstleister, sondern der oder die hat sich Gedanken gemacht, da ist es einfach rund und macht einen sympathisch-professionellen Eindruck". Ich mache alles so, wie ich es selbst auch erwarten würde und glaube, dass das der Schlüssel zu vielem ist. Letztendlich geht es darum, nicht nur einen kurzen horizontalen Strich zu ziehen, sondern auch den Punkt draufzusetzen. Oder wie es mein Lieblingsspruch ausdrückt:

 

„Wer Fische fangen will, sollte nicht nur mit der Angel am Fluss stehen, sondern auch einen Köder mitbringen“ 

...und je besser der Köder, desto besser die Fische.

Eike Kewitz

Eike Kewitz ist seit Mitte 2013 als Texter & Redakteur für Online-Content freiberuflich in Hamburg tätig und hat sich eine klare Mission aufs Segel geschrieben: 'Inhalte mit Tiefgang' zu erschaffen.

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