Freelancen oder Praktikum? - Studentenjobs im Vergleich

Ihr wollt neben dem Studium ein bisschen Geld verdienen? Ein Kellnerjob klingt mit dem zusätzlichen Trinkgeld ziemlich verlockend. Oder willst du lieber einen Job, der fachlich zu deinem Studiengang passt? Als Praktikant, Werkstudent oder Freelancer kannst du dein Wissen aus der Uni in die Praxis umsetzen. So sammelst du praktische Erfahrung für deinen Lebenslauf. Wir stellen dir verschiedene Jobmöglichkeiten während des Studiums vor. Welcher Job ist der Richtige für dich?

 

Nebenjob ohne Studienbezug

Vom Kassierer im Supermarkt über Fußballtrainer einer Kindermannschaft bis hin zum Promoter - Studentenjobs gibt es in den unterschiedlichsten Geschäftsbereichen. Kritiker solcher Nebenjobs ohne Studienbezug argumentieren häufig, dass einem der Nebenjob nichts für das Studium bringe. Man wende sein Wissen nicht an, lerne nichts fachspezifisches und für den Lebenslauf würde sich ein fachlich passender Job deutlich besser machen! Nebenjobs ohne Studienbezug sind aber noch lange nicht so schlecht, wie sie erscheinen. Erstens, hast du die Möglichkeit viel Geld zu verdienen. Als Kellner beispielsweise, kommt zu deinem Gehalt zusätzlich eine nicht zu unterschätzende Summe Trinkgeld hinzu. Zweitens, wirst du reicher an Softskills: Vielleicht musst du zum Beispiel mal eine Diskussion mit einem Kunden lösen und stärkst deine Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit. Viele solcher Nebenjobs finden allerdings zu Zeiten statt, die du eigentlich mit "Freizeit" verbindest. Im Gastro-Bereich und Einzelhandel müsstest du am Wochenende einsatzbereit sein.

 

Praktikum

In einem Praktikum lernst du sicherlich am meisten Neues. Dir wird alles von Grund auf gezeigt und du darfst Fragen stellen. Praktika eignen sich super, um erste Berufserfahrung zu sammeln. Sie finden in der Regel für einen begrenzten Zeitraum Vollzeit statt. Das spricht einerseits dafür, richtig viel zu lernen und sich komplett auf das Praktikum konzentrieren zu können. Andererseits bedeutet ein Vollzeit-Praktikum aber auch, dass du es nicht einfach neben deinem Studium laufen lassen kannst. Du solltest dir entweder ein komplettes Praxissemester dafür freiräumen oder schiebst es in die Semesterferien. Aber Achtung: Nicht mit allen Praktika verdienst du viel Geld. Einige Praktika sind nicht bzw. sehr schlecht bezahlt. Also informiere dich vor dem Praktikum, ob Arbeit und Bezahlung in einem guten Verhältnis stehen. Behalte aber auch im Hinterkopf, dass Praktika vorrangig dazu da sind, um Erfahrung zu sammeln und habe nicht zu hohe Gehaltserwartungen.

 

Werkstudentenstelle

Ähnlich wie ein Praktikum, allerdings nur in Teilzeit,  ist eine Werkstudentenstelle. Dabei unterstützt du für eine festgelegte Stundenzahl ein Team in einem Unternehmen. Werkstudentenstellen werden in der Regel gut bezahlt und bieten dir gleichzeitig die Möglichkeit, Arbeitserfahrung zu sammeln. Hinzu kommt, dass viele Arbeitgeber daran interessiert sind, dich für die komplette Dauer deines Studiums in ihrem Unternehmen zu behalten. Manche Firmen gestalten die Stelle eher in der Art eines Teilzeit-Praktikums, in dem du viel neues lernst, Fragen stellen kannst und Arbeitserfahrung sammelst. Andere möchten, dass du schon vor Stellenantritt Arbeitserfahrung mitbringst, sodass du effektiv unterstützen kannst. Manchmal kann es schwierig werden, Studium und Werkstudentenstelle unter einen Hut zu bringen, da beides in der Regel wochentags zwischen 8:00 und 18:00 Uhr stattfindet. Du musst also ein gutes Zeitmanagement besitzen und schnell zwischen Hörsaal und Büro hin und her pendeln.

 

Freelancer

Zeitlich flexibler ist der Job als Freelancer. Du arbeitest als sogenannter "Freier Mitarbeiter" an Projekten für ein Unternehmen. Du hast zwar einen Vertrag, bist aber kein Angestellter. Freelancer erledigen Aufträge, die sie von ihrem Auftraggeber - also dem Unternehmen - erhalten. Zeit und Ort für deine Projektarbeit kannst du dir weitestgehend selbst einteilen. Du hast also die Möglichkeit, in einer Freistunde von der Uni-Cafeteria aus am Laptop zu arbeiten. Auch wenn du eine Nachteule bist, kommt dir so ein Job entgegen. Wichtige ist nur, dass du deinen Auftrag in der vereinbarten Zeit fertig stellst - denn danach wirst du bezahlt. Wenn du mal mehr Stress um die Ohren hast und dich lieber dem Lernen und der Prüfungsvorbereitung widmen möchtest, nimmst du einfach weniger Aufträge für diesen Zeitraum an. Du kannst dir ständig neue Projekte bei neuen Unternehmen suchen. So wendest du deine Fähigkeiten immer wieder in anderen Kontexten an und sammelst viel Arbeitserfahrung.

Welcher Job der Richtige für dich ist, musst du im Laufe deines Studiums selbst herausfinden. Für den Einen ist die große Selbstständigkeit und Freiheit beim Freelancen optimal. Für den Anderen ist es wichtig, mit den Kollegen gemeinsam in einem Büro zu sitzen und konkrete Anweisungen zu erhalten. Wenn du einen Nebenjob ohne Studienbezug ausübst, versuche in den Semesterferien ein Praktikum einzuschieben. So sammelst du auch fachlich passende Berufserfahrung. Und traue dich ruhig mal, ein Projekt als Freelancer auszuprobieren - wer weiß, vielleicht ist diese Art des Arbeitens genau dein Ding.

Laura

Laura Schüler

Laura Schüler liebt es zu Schreiben. Gerade macht sie dies hauptsächlich für die Internetplattformen StuDocu.