Social-Media-Kanäle managen – mit diesen kostenlosen Tools klappt‘s

Ob Unternehmen oder Freelancer: Wer sich online vermarkten möchte, kommt an Social Media nur schwer vorbei. Zwar sind die Accounts selbst schnell erstellt, doch wer glaubt, damit den Großteil der Arbeit erledigt zu haben, den müssen wir enttäuschen: Social Media kostet Zeit. Viel Zeit. Strategien müssen entwickelt und passender Content erstellt werden – am besten optimiert für die einzelnen Kanäle. Dazu kommt, dass ein Kanal wie Instagram per Smartphone und andere besser am Laptop organisiert werden.

Schnell verliert man die Übersicht: Was habe ich wann wo gepostet? Wo müsste ich mal wieder? Sollte ich Geld in die Hand nehmen und einzelne Posts bewerben? Um wie viel Uhr poste ich am besten? Gibt es nicht eine Möglichkeit, Posts für alle Kanäle im Vorhinein einzuplanen, damit man mal ein paar Tage Ruhe hat?

Ja, die gibt es: Social-Media-Tools können dir dabei helfen, den Überblick zu behalten. Da wir selbst vor dem Problem standen, haben wir die aus unserer Sicht aussichtsreichten Tools ausprobiert und möchten unsere Erfahrungen nun in diesem Beitrag teilen. Wir haben uns bei der Auswahl auf kostenlose Social-Media-Tools bzw. die kostenfreien Versionen dieser beschränkt.  

Allen drei vorgestellten kostenfreien Versionen ist gemein, dass jeweils nur drei Social-Media-Profile verknüpft werden können. Für uns war das erst einmal ok, da wir unsere Social-Media-Aktivitäten größtenteils auf Facebook, Twitter und Instagram beschränken. Eben diese drei Plattformen haben wir in unserem Test mit den Tools verknüpft. Möchtest du mehr Profile hinzufügen, musst du eine kostenpflichtige Version buchen. Eine solche kostet bei den drei vorgestellten Anbietern zwischen 15 $ und 25 $ pro Monat.

Vorangestellt sei ebenso, dass es für alle drei vorgestellten Tools passende Apps für Tablet und Handy gibt. Ziemlich praktisch, wenn du einmal von unterwegs einen geplanten Post bearbeiten möchtest.

 

Hootsuite

Das wahrscheinlich bekannteste Tool im Bereich Social-Media-Marketing ist Hootsuite – immerhin seit 2008 am Markt. Zwar hat sich das Unternehmen auf Großkunden spezialisiert, ist aber durch die benutzerfreundliche Oberfläche auch ideal für Anfänger geeignet. Du wirst mit einem Tutorial begrüßt, dass dir zeigt, wie du deine ersten Posts über die Anwendung veröffentlichst – wobei das Meiste zugegebenermaßen selbsterklärend ist.

Mit Hootsuite kannst du nicht nur Posts im Voraus planen, sondern auch alle deine Social-Media-Kanäle auf einen Blick in einem Feed sehen. Ebenso kannst du über weitere Spalten z. B. Erwähnungen deiner Profile oder Hashtags, die du verfolgen möchtest, beobachten. Ein großes Plus: Mit Hootsuite können Instagram-Posts über deinen Computer veröffentlicht werden. Außerdem bietet die Anwendung eine Medienbibliothek mit kostenfreien Bildern an. Bei der kostenfreien Version gibt es allerdings keine Möglichkeit, deine Social-Media-Profile zu analysieren. Hootsuite Analytics ist nur in der kostenpflichtigen Version (25 $/Monat) vorhanden.

 

Buffer

Die Software Buffer gibt es ebenfalls schon ein paar Jahre. Von der Funktionalität ähnelt sie der eben beschriebenen Lösung von Hootsuite: Auch mit Buffer können Posts von mehreren Social-Media-Profilen für bestimmte Tage erstellt werden, die dann zur geplanten Zeit automatisch veröffentlicht werden. Selbst ohne Tutorial ist die Seite leicht verständlich. Anders als bei Hootsuite gibt es keinen Feed, der deine Postings auf allen Kanälen zusammenfasst. Vermisst du diese Funktion, kannst du dich zusätzlich bei Buffer Response, einem anderen Werkzeug des Anbieters, registrieren. Ein Extra von Buffer ist die automatische Verkürzung der Links in deinen Posts via bit.ly, was wir persönlich (gerade für Twitter) ziemlich praktisch finden. Das Veröffentlichen von Instagram-Posts vom PC aus funktioniert problemlos. Wie bei Hootsuite musst du für die Analyse deiner Posts zahlen. Die Pro-Version ist mit 15 $ monatlich allerdings deutlich erschwinglicher.

 

Recurpost

Recurpost wurde 2016 gegründet. Die Hauptfunktion des Social-Media-Tools unterscheidet sich deutlich von denen der vorher genannten Tools. Wie der Name vermuten lässt, liegt der Fokus hier auf der Wiederveröffentlichung von Posts. Eine solche kann im wöchentlichen oder monatlichen Rhythmus stattfinden und auch jederzeit eingestellt werden. So kannst du Beiträgen, die vielleicht nicht genug Aufmerksamkeit erhalten haben, eine zweite Chance geben. Durchaus eine sinnvolle Angelegenheit, wenn man bedenkt, wie viel Arbeit oftmals in die Erstellung des Contents fließt und wie hoch gleichzeitig die Chance ist, in der Fülle von Beiträgen unterzugehen.

Die Möglichkeit Posts im Voraus zu planen, hast du bei Recurpost auch. Die Funktionen sind aus unserer Sicht etwas versteckt. Dies könnte damit zusammenhängen, da hierauf nicht das Hauptaugenmerk der Anwendung liegt. Falls dir die Bedienung der Webseite Probleme macht, helfen dir vorhandene Video weiter.

Auch Instagram-Posts können mit Recurpost geplant und wiederveröffentlicht werden – um die Beiträge zu posten, wird allerdings noch ein Smartphone zum Bestätigen benötigt. Als eine Art Mini-Analyse gibt dir Recurpost einen Überblick über die Likes, die du auf den jeweiligen Social-Media-Kanälen erhalten hast. Dafür hast du in der kostenlosen Version allerdings nicht die Möglichkeit, deinen Feed einzusehen. Wie bei Buffer kostet die Pro-Version 15 $ pro Monat.

 

Welches ist nun also das beste Social-Media-Tool?

Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Jede der vorgestellten Lösungen hat Vor- und Nachteile. Wir persönlich haben uns für Hootsuite entschieden, weil wir die Stream-Funktion, mit der einzelne Hashtags auf verschiedenen Kanälen beobachtet werden können, ziemlich nützlich finden. So können wir beispielsweise immer dann, wenn jemand über #Freelancer schreibt, unsere geschätzte Meinung dazu abgeben.

Auch wenn die vorgestellten Social-Media-Tools nützlich sind, bleibt Social Media ein komplexes und zeitaufwändiges Thema. Wir von Freelance Junior empfehlen dennoch nicht gleich eine Agentur zu beauftragen, da es gerade zu Beginn sinnvoll ist, sich zumindest in Maßen selbst mit der Thematik zu befassen. Andernfalls läuft man Risiko, später gar nicht zu verstehen, nach welchen Regeln dieser möglicherweise sehr nützlichste Marketingkanal spielt. Unterstützung, was die Strategie oder auch die Content-Erstellung angeht, kannst du dir übrigens auch von den studentischen Freelancern aus unserer Community holen. Das haben wir selbst nicht anders gemacht.

Raya

Raya Wagner

Raya hat im Frühjahr 2019 ein Praktikum bei Freelance Junior absolviert und sich dabei für unseren Blog mit unterschiedlichen für Freelancer relevanten Themen auseinandergesetzt.

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