Künstlersozialkasse – Wann es sich lohnt, Mitglied zu werden

Du arbeitest neben Deinem Studium als Freelancer oder möchtest als solcher durchstarten? Großartig! Du bist insbesondere im künstlerischen und publizistischen Bereich tätig? Wunderbar!

Sicherlich hast Du dann schon von der Künstlersozialkasse (KSK) gehört. Wenn nicht – auch nicht schlimm: Im Folgenden findest Du alle Informationen, die Du brauchst, um zu entscheiden, ob das Mitgliedwerden in der KSK für Dich in Frage kommt.

 

KSK – Was ist das überhaupt?

Das mit dem Geldverdienen ist eine Krux – kaum tut man es, fallen in der Regel Abgaben an. Bei einer gängigen Festanstellung führen die Arbeitgebenden die Steuer- und Sozialversicherungsbeträge für ihre Angestellten ab und steuern selbst 50 % des Sozialversicherungsbetrags hinzu. Freelancer hingegen müssen sich vollumfänglich selbst kümmern.

Doch insbesondere im künstlerischen Freelancer-Bereich sind Einkommensschwankungen an der Tagesordnung. Daher wurde zur Unterstützung die Künstlersozialkasse ins Leben gerufen. Sie gewährt ihren Mitgliedern Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung als Abteilung innerhalb des gesetzlichen Sozialversicherungssystems.

Sofern Du Mitglied bei der KSK bist und bei einem Versicherungsunternehmen eine Künstlersozialversicherung (KSVG) abschließt, erhältst Du über die KSK die Hälfte der zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge erstattet. Sie übernimmt demnach den bei Festanstellungen gängigen Arbeitgeberanteil.

 

Wie funktioniert das mit der Abgabe?

Die KSK bekommt dafür 40 % des Zuschusses vom Staat und 60 % von den Unternehmen. Doch keine Angst: Diese Abgabe müssen Freelancer beschäftigende Unternehmen auch zahlen, wenn Du nicht Mitglied der Künstlersozialkasse bist – eben damit keine Nachteile für Mitglieder entstehen.

Der Beitrag zu den Sozialversicherungen richtet sich flexibel nach Deinem Einkommen. Gerade bei schwankenden Einnahmen ist das ein Vorteil. Denn solltest Du die eine oder andere Durststrecke durchlaufen, genießt Du dennoch Sozialversicherungsleistungen für verhältnismäßig kleines Geld.

 

Was sind meine Vorteile und Nachteile?

Die Zuschüsse durch die KSK, die sorglos-bequeme Einzahlung in die Sozialversicherungen und gesicherten Leistungen bei auch mal kleinerem Einkommen sind als Vorteile nicht von der Hand zu weisen.

Doch insbesondere studentische Freelancer sollten beim Mindestjahreseinkommen hellhörig werden: Damit Du Mitglied bei der KSK werden kannst, braucht es ein Einkommen von mindestens 3.900 € pro Jahr aus dieser Tätigkeit. Du liegst hier sicher drüber? Dann achte darauf, dass sich auch BAföG, Krankenversicherung und Kindergeld an bestimmten Einkommensgrenzen und Wochenstunden bemessen.

Du liegst hier drunter? Dann gibt es eine 3-jährige Berufsanfangsschonfrist. Doch seien wir ehrlich: Wer weiß schon zu Studierendenzeiten, ob das anvisierte Berufsfeld auf lange Sicht bleibt? 

Zudem muss der überwiegende Anteil Deines gesamten Jahreseinkommens aus der entsprechenden Freelancer-Tätigkeit kommen. Solltest Du neben der bei der Künstlersozialkasse gemeldeten Beschäftigung noch weitere Projekte oder Arbeiten betreiben, müssen diese entsprechend eine untergeordnete (Einkommens-)Rolle spielen.

 

Für wen ist die KSK?

Du bist Dir nicht sicher, ob Deine Freelancer-Tätigkeit in den künstlerischen oder publizistischen Bereich fällt? Eine Auflistung aller Berufsfelder, die eine Mitgliedschaft gewährleisten, findest Du hier. Sie umfasst Tätigkeiten wie Texten, jegliche Formen von Designarbeiten, Videoproduktion, Übersetzungsdienste und vieles mehr. Von wie Akrobat bis wie Zauberin: Die Künstlersozialkasse bietet vielen Freelancertypen einen Platz in ihren Reihen - sofern für diese die Rahmenbedingungen stimmen.

 

 

Maxi

Maxi Wuestenberg

Heureka! Ich bin Maxi. Schon zu Studienzeiten übernahm ich Freelancer-Tätigkeiten und zog als digitale Nomadin durch die Welt. Mittlerweile erarbeite ich als Projektmanagerin die Digitalstrategien für namhafte Medienmarken. Meine Schwerpunkte sind das Texten und Aufbauen von Reichweitenstrategien.

Neueste Artikel