Projektakquise für Freelancer: Wo und wie Du erste Jobs findest.

Gerade bei ihren ersten freien Gehversuchen können studentische Freelancer weder auf ein beeindruckendes Netzwerk, noch auf ein sattes Portfolio blicken. Das Beruhigende: An diesem Punkt standen wir alle und arbeiteten uns mit kleinen Schritten voran. Ein paar Tipps und Tricks helfen Dir allerdings, auch größere Sprünge bei der Projektakquise zu machen:

 

1. Plattformen

Verschiedene Onlineplattformen bieten Dir die Möglichkeit, Projektaufträge von Unternehmen gesammelt einzusehen und Dich mit Deinem Profil auf diese zu bewerben. Dabei sind die unterschiedlichen Job-Börsen auch differenziert ausgerichtet: Während Freelance Junior speziell studentischen Freelancern eine Plattform bietet, konzentrieren sich andere Plattformen z. B. auf bestimmte Tätigkeitsbereiche. Generische Sammelbörsen sind wiederum irgendwie für alle da. Aber: Je bereichspezifischer und nischiger die Plattform, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, ein Projekt an Land zu ziehen. Logisch.

 

2. Netzwerke

Neben Freelance-Jobbörsen gibt es zahlreiche Netzwerke, die sich auf gängigen Plattformen gebildet haben. Hier tummeln sich Freelancer in Hülle und Fülle, um gemeinsam in den Austausch zu treten. Nutzt Du solche Gemeinschaftsangebote, fluten neben einer Menge relevanter Informationen auch ein paar Projekte Deinen entsprechenden Feed.

Ob es nun XING-Gruppen oder Facebook-Gemeinschaften, bestimmte Slack-Channels oder LinkedIn-Threads sind: Nicht nur allgemeine Freelancer-Gruppen zu bestimmten Themen, sondern auch herkömmliche Netzwerk-Marken sind hier stark vertreten. So findest Du unter anderem hilfreiche Kontakte bei den Gruppen der Online Marketing Rockstars oder Schützinnenhilfe bei der Female Future Force. Auch die daraus hervorgehenden Events und Weiterbildungsangebote helfen Dir beim Aufbau eines Netzwerks.

 

3. Kaltakquise

Kommen wir zu dem unangenehmen Teil: Bieten Dir die bisher genannten Möglichkeiten keine passenden Projekte, musst Du Dich aus der Komfortzone bewegen. Du siehst eine kleine Website, die ein bisschen mehr Stil vertragen könnte? Du findest, der um die Ecke gelegene Blumenladen sollte mit einer gescheiten Instagram-Strategie sein Image zum Blühen bringen? Die Rechtschreibfehler in einem Flyer empören Deine alte Schreibseele? Kontaktiere Unternehmen proaktiv zu ihren Problemen und biete Lösungen an – nicht selten entstehen so ertragreiche Projekte.

 

4. Lauwarm-Akquise

Ganz so aus dem Nichts und der Hüfte geschossen muss es jedoch nicht immer sein: Siehst Du eine zu Deinen Fähigkeiten passende Stellenausschreibung, in der ein mahnendes „Eintritt ab sofort“ klafft, kannst Du Dir die Dringlichkeit der Suchenden zu Nutze machen. Biete den Unternehmen einfach initiativ an, zur Überbrückung als Freelancer einige Projekte der zu besetzenden Stelle zu übernehmen.

 

5. Co-Working-Spaces und Creative Hubs

Zählst Du zur besonders kontaktfreudigen Sorte Freelancer-Mensch, hast Du schon halb gewonnen: In Co-Working-Spaces und Creative Hubs tummeln sich zahlreiche Gleichgesinnte. Der Netzwerk-Gedanke hinter den Sammelarbeitsplätzen tut sein Übriges, denn die Steckenpferde der Freelancer liegen in den unterschiedlichsten Bereichen. Man kommt ins Gespräch, ergänzt sich, entwickelt zusammen Ideen aus verschiedenen Blickwinkeln und knüpft ganz nebenbei wertvolle Kontakte beim gemeinsamen Kaffeeklatsch. Den passenden Co-Working-Space in Deiner Nähe kannst Du hier ausfindig machen.

 

6. Pflege Deine Profile!

Gerade beim anfänglichen Aufbau eines Netzwerks - und darüber hinaus - ist Deine Auffindbarkeit wichtig. Im digitalen Zeitalter geht diese vor allem mit einem einher: den richtigen Keywords. Nutze das Wissen darum und pflege Deine digitalen Profile entsprechend. Nur so können spannende Projekte ihren Weg auch zu DIR finden.

 

7. Nachbarschaftsaktivismus

Hast Du erst einmal Deine Profile erstellt und optimiert, zeigt sich auch: Es ist nicht immer einfach, in der Freelancer-Flut zu bestehen. Warum also nicht zusätzlich auf altbewährte Hausmittel zurückgreifen? Kreative Aushänge in der Uni oder auf den Boards benachbarter Supermärkte erreichen Zielgruppen, die sich nicht durch algorithmuslastige Feeds wühlen und bestechen durch ihren guten alten Word-of-Mouth-Charakter.

 

Maxi

Maxi Wuestenberg

Heureka! Ich bin Maxi. Schon zu Studienzeiten übernahm ich Freelancer-Tätigkeiten und zog als digitale Nomadin durch die Welt. Mittlerweile erarbeite ich als Projektmanagerin die Digitalstrategien für namhafte Medienmarken. Meine Schwerpunkte sind das Texten und Aufbauen von Reichweitenstrategien.

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