Mit einfachem Aufwand die Steuererklärung erledigen

Es gibt unterschiedliche Optionen, wenn jemand freiberuflich arbeitet. Eines bleibt jedoch immer das Gleiche: Die Pflicht zur Abgabe einer Einkommenssteuererklärung. Doch einige Aspekte machen es für diese Berufsgruppe durchaus einfach. Diese und einige Vorgaben im Steuerrecht sollte der Freelancer in seiner Steuererklärung berücksichtigen.

Unterschied Freiberufler oder Gewerbetreibender

Grundsätzlich sollte jemand, der freiberuflich tätig sein möchte, als erstes zum Finanzamt. Dort erfolgt die steuerliche Registrierung, in dem die dazu gehörigen Fragebögen ausgefüllt werden. In der Folge wird eine Steuernummer zugeteilt, die für die Zukunft zur Identifikation des Selbstständigen dient. Sie ist auf jeder Rechnung, die ausgestellt wird, anzugeben. Eine wichtige Frage, die in diesem Zusammenhang zu klären ist, ist die, ob es sich tatsächlich um eine freiberufliche oder doch eher eine gewerbliche Tätigkeit handelt. Dies ist wichtig, da der Übergang zwischen den beiden zwar fließend ist, die Unterschiede in steuerlicher Hinsicht jedoch vorliegen. So müssen Gewerbetreibende zum Beispiel einige Auflagen erfolgen. Dazu gehören die Anmeldung des Gewerbes und die Zahlung der Gewerbesteuer ebenso wie der Eintrag im Handelsregister und die Pflichtmitgliedschaft in der örtlichen IHK. Wer freiberuflich tätig ist, muss auch als solcher eingestuft werden. Grundsätzlich muss jeder, der vom Finanzamt zur Abgabe der Steuererklärung aufgerufen wird, dies auch tun. Übersteigt das Einkommen eines Freiberuflers den Betrag von 7.834 Euro pro Jahr, muss er auch ohne Aufforderung eine Steuererklärung abgeben. Bei der genannten Summe geht es immer um die erzielten Einkünfte, nicht um den erreichten Gewinn.

Steuererklärung ist einfach zu erledigen

Es gibt immer wieder die Situation, dass jemand festangestellt ist und freiberuflich einer weiteren Tätigkeit nachgeht. Lukriert er dabei mehr als 450 Euro, muss er eine entsprechende Steuererklärung abgeben. Dies umfasst - ebenso wie bei Personen, die komplett freiberuflich arbeiten - das Ausfüllen einiger Formulare, wobei der sogenannte Mantelbogen als Grundlage gilt. Darin werden sämtliche persönlichen Angaben festgehalten. Dazu kommen unterschiedliche Anlagen, wobei für Freiberufler vor allem die Anlage S für die Einkünfte aus selbständiger Arbeit entscheidend ist. Darin muss der Gewinn eingetragen werden, der vorher ermittelt wird.

Grundsätzliche Angaben sind entscheidend

Freiberufler benötigen meist für die Steuererklärung drei Formulare, die in den Mantelbogen eingefügt werden. Dazu gehört der Hauptvordruck zur Einkommensteuererklärung, in die Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen eingetragen werden. Auch die Anlage S, die zur Erfassung der Einkünfte als Freiberufler gilt, muss ausgefüllt werden ebenso wie die Anlage EUR, die die Gewinne bei Einnahmen ermittelt, die den Betrag von 17.500 Euro übersteigen. Für viele wird es auch Pflicht, eine Umsatzsteuerklärung abzugeben, die zur Ermessung der Höhe der Umsatzsteuer gilt. Wer freiberuflich Geschäfte im Ausland macht, muss außerdem die Anlage UR ausfüllen. Diese umfasst die Angaben zur Höhe der Auslandsgeschäfte.

Optionen zur Abschreibung nutzen

Gerade Personen, die eine Einkommensteuererklärung machen, sollten in dieser auch Angaben zu möglichen Abschreibposten machen. Diese reduzieren nämlich die Steuerlast und wirken sich damit positiv aus. In jedem Fall können Freiberufler zum Beispiel den Anschaffungspreis eines Wirtschaftsgutes geltend machen. Dieses darf allerdings nicht mehr als netto 410 Euro in der Anschaffung kosten. Auch weitere Posten wie Firmenwagen, Telefonanlage und die Einrichtung des Büros können in der Steuererklärung berücksichtigt werden. Dies jedoch nicht regulär in einem Jahr, sondern verteilt über mehrere Jahre. Hier ist es ratsam, sich von einem Steuerberater umfassenden Rat zu holen. Denn Wirtschaftsgüter, mit einem Kaufpreis von bis zu 1000 Euro netto bilden einen Sammelpool, aus dem jährlich über fünf Jahre hinweg eine Abschreibung erfolgen kann. Kostet eine Anschaffung zwischen 150,01 Euro und 410 Euro, entscheidet der Freiberufler selbst, ob die Abschreibung gleich erfolgen soll oder der Sammelpool in Anspruch genommen wird. Dies abzuwägen, ist eine diffizile Angelegenheit und macht sinnvoll, entsprechende Experten zu Rate zu ziehen.

 

Matze

Matze Beckh

Matze ist bei Freelance Junior für Strategie und Kooperationen verantwortlich. In unserem Blog gibt er Euch nützliche Tipps, die Euch auf Eurem Weg zum Freelancer-Dasein unterstützen.

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