Familienversicherung und studentische Krankenversicherung für Studierende

Viele Studierende kommen finanziell nur über die Runden, wenn sie neben dem Studium arbeiten. Aufgrund der flexiblen Arbeitszeitgestaltung sind freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeiten beliebt, um die Studienkasse aufzubessern. Dabei ist Vorsicht geboten, um eine über die Eltern bestehende Familienversicherung oder einen günstigen studentischen Krankenversicherungstarif nicht zu gefährden.

 

Studierendenbonus nur bei nebenberuflicher Tätigkeit

Studierende dürfen trotz Familienversicherung oder Studententarif nebenberuflich einer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit nachgehen. Das Studium muss klar im Vordergrund stehen. Wer neben dem Beruf studiert, kann sich nicht als Studierender krankenversichern. Ob es sich um eine haupt- oder nebenberufliche Tätigkeit handelt, entscheidet die Krankenkasse anhand von zeitlichen und finanziellen Gesichtspunkten. Für die Familien- oder Studentenversicherung ist eine wöchentliche Arbeitszeit von weniger als 20 Stunden zulässig. Da viele Studierende hauptsächlich in der vorlesungsfreien Zeit arbeiten, ist es in zwei Monaten eines Jahres erlaubt, diese Grenze zu überschreiten. Für eine studentische Versicherung darf das Einkommen nicht über 75 Prozent des monatlichen durchschnittlichen Einkommens alle gesetzlich Rentenversicherten, der sogenannten Bezugsgröße, liegen. Laut www.kvzentrale.com haben Gewerbetreibende und Freiberufler die freie Wahl zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenkasse. Überschreiten freiberufliche Studenten die Bezugsgröße, könnte sich daher ein Tarifvergleich finanziell lohnen.

 

Familienversicherung nur unterhalb der Einkommengrenze

Eine beitragsfreie Familienversicherung ist möglich, wenn keine Mitarbeiter beschäftigt werden und die zulässige Wochenarbeitszeit sowie die geltende monatliche Einkommenshöchstgrenze nicht überschritten wird. Diese liegt bei einem Siebtel der monatlichen Bezugsgröße. Sie ist damit niedriger als für Studierende, die im Angestelltenverhältnis einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Unterhalt der Eltern, BAföG oder Kindergeld zählen nicht zum Einkommen. Einkünfte aus einem sozialversicherungspflichtigen Nebenjob sind zu berücksichtigen. Wird die Einkommenshöchstgrenze überschritten, endet die Mitgliedschaft in der Familienversicherung, auch wenn der Studierende jünger als 25 Jahre alt ist. Dann ist der Eintritt in die günstige studentische Pflichtversicherung möglich.

 

Nachforderung von Versicherungsbeiträgen vermeiden

Sicherheitshalber solltest du als Studierender deine Krankenkasse vorab über eine freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit und die voraussichtlichen Einkünfte informieren. Damit vermeidest du eine fehlerhafte Einschätzung durch die Versicherung. Im schlimmsten Fall könnte diese eine bestehende Familien- oder studentische Versicherung beenden und Krankenversicherungsbeiträge für den Zeitraum Deiner freiberuflichen oder gewerblichen Tätigkeit nachfordern.

kvzentrale.com

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