Bei umfangreichen Aufträgen: Anzahlungsrechnung und Schlussrechnung

Nimmst du einen umfangreichen Auftrag von einem bis dato unbekannten Auftraggeber an, kannst du mit ihm eine Anzahlung vor Beginn deiner Dienstleistung aushandeln. So kannst du vor Antritt einer geschäftlichen Beziehung eine gewisse Sicherheit erreichen. Zu beachten ist dabei: Greifst du nicht auf die Kleinunternehmerregelung zurück und führst die Umsatzsteuer an das Finanzamt ab, muss die Anzahlungsrechnung zum Zeitpunkt der Zahlung in die Umsatzsteuer-Voranmeldung aufgenommen werden.

Folgende Informationen müssen in der Anzahlungsrechnung angegeben werden:

  • Name und Anschrift des Dienstleisters
  • Steuernummer des Dienstleisters
  • Name und Anschrift des Leistungsempfängers
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Ausstellungsdatum
  • Beschreibung der Dienstleistung (Art und Menge)
  • auf das Entgelt anfallende Steuerbeträge
  • Entgeltbetrag für die Anzahlung 
  • Hinweis, dass über eine offene Dienstleistung abgerechnet wird

Die Höhe der Anzahlung kannst du nach persönlichem Ermessen bestimmen. Empfehlenswert und üblich sind aber 30 bis 50 Prozent des Gesamtpreises. So gehst nicht nur du, sondern auch Dein Auftraggeber in Vorleistung: Das minimiert dein Risiko enorm und kann so als beidseitiger, fairer Ansatz betrachtet werden. Ein Muster für eine Anzahlungsrechnung findest du hier.

Auf eine Anzahlungsrechnung folgt eine Schlussrechnung: Hier wird auf die Anzahlung vermerkt und der Anzahlungsbetrag vom endgültigen Gesamtbetrag subtrahiert. Auch hierfür haben wir dir hier ein Muster vorbereitet.