Bezahlung

Wie viel verdiene ich als junge*r (studentische*r) Freelancer*in?

Als Freelancer*in bestimmst du selbst, wie viel du verdienst. In der Regel ist das deutlich mehr als bei einem klassischen Studentenjob. Dafür musst du dich als Freelancer*in auf ein unregelmäßiges Einkommen einstellen. Freelance Junior richtet sich an Einsteiger*innen, deren Stundensätze zwischen 20 und 60 € netto liegen sollten.

Wenn du dir gar nicht sicher bist, was du in deinen Bewerbungen angeben sollst, melde dich einfach bei uns, damit wir dir bei der Bestimmung deines Stundensatzes helfen können.

Denk dran, dass bei einer erfolgreichen Abrechnung eine Servicegebühr fällig wird (je höher dein Level ist, desto niedriger die Servicegebühr). Dies solltest du bei der Wahl deines Honorars stets beachten. Keine Angst, wird auch stets transparent angezeigt. :)

Ist das Honorar, den ich in meinem Profil und den Bewerbungen angebe, Brutto oder Netto?

Im Sinne der Umsatzsteuer ist dein Honorar immer netto zu verstehen. Bist du Kleinunternehmer*in, unterscheiden sich Brutto und Netto nicht. Verzichtest du auf die Kleinunternehmerregelung, wird bei deiner Abrechnung selbstverständlich die Umsatzsteuer aufgeschlagen.

Beachte: Es kann sein, dass der/die Auftraggeber*in nicht berechtigt ist, die Umsatzsteuer abzuziehen (z. B. Privatpersonen oder öffentlicher Dienst) – vergiss hier also nicht von Anfang an zu kommunizieren, dass der Stundensatz in deiner Bewerbung netto zu verstehen ist.

Wie läuft das mit der Bezahlung?

Nachdem du beauftragt wurdest, hast du die Möglichkeit, deine Stunden über dein Dashboard einzureichen: Die Rechnung an den/die Auftraggeber*in wird dann bequem und rechtssicher über Freelance Junior gestellt.

Vor deiner ersten Abrechnung müssen wir aus Sicherheitsgründen dein Konto verifizieren und ein Abrechnungsmandat von dir digital signieren lassen.

Wie genau läuft die Verifizierung ab und warum ist diese nötig?

Gar nicht so kompliziert, wie du vielleicht denkst. Du gibst, wenn nicht bereits im Profil angegeben, folgende Daten an…

  • Name
  • Anschrift
  • Geburtsdatum
  • Steuernummer

…und belegst diese mit einem Foto deines Personalausweises und einem Schreiben vom Finanzamt, auf dem dein Name im Zusammenhang mit deiner Steuernummer zu sehen ist.

Warum das Ganze? Als Start-up müssen wir diesen Verpflichtungen im Rahmen des Kampfes gegen Schwarzarbeit nachkommen, die zum Zwecke der Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bestehen. Es geht hierbei um sogenannte Transparenzvorschriften (KYC – Know Your Customer).

Was ist ein Abrechnungsmandat?

Um die Abrechnung sowohl für dich als auch für die Auftraggeber*innen möglichst bequem zu machen, werden die Rechnungen aus unserem System in deinem Namen gestellt. Hierfür brauchen wir deine Erlaubnis! :)

Das Abrechnungsmandat signierst du normalerweise im Verifikation-Prozess. Du kannst dieses aber auch vorab digital unterzeichnen, wenn du es dir als eingeloggte*r Freelancer*in ansiehst.

Wie hoch sind die Servicegebühren?

Unsere Servicegebühren liegen zwischen 12 % und 20 % – je nach deinem Level.

Keine Sorge, solange du bei uns keine Aufträge erhältst und abrechnest, fallen natürlich auch keinerlei Gebühren für dich an! Die Servicegebühren helfen uns dabei, den Betrieb unserer Seite sicherzustellen. :)

In diesem Artikel findest du ein paar nützliche Rechenbeispiele, damit du dir einen besseren Eindruck machen kannst.

Wie rechne ich mit meinen Kund*innen ab?

Deine Stunden reichst du über dein Dashboard ein. Das entsprechende Fenster erscheint sobald du erstmals erfolgreich beauftragt wurdest. Wichtig ist, dass der/die Auftraggeber*in dies angibt, damit du Stunden (oder einen Fixpreis) auf die entsprechenden Auftraggeber*innen buchen kannst.

Bekomme ich eine Rechnung für meine Buchhaltung?

Natürlich! Hast du deine Stunden eingereicht, stellen wir in deinem Namen eine Rechnung an den/die Auftraggeber*in, die du ebenfalls zugeschickt bekommst. Außerdem erhältst du einen Bescheid über unsere Servicegebühren, damit in deiner Buchhaltung alles 100 % sauber ist.

Wie buche ich den Zahlungseingang von Freelance Junior korrekt?

Du erhältst von uns nach deiner Abrechnung zwei Belege.

Deine Rechnung: Wir versenden deine Rechnung direkt in deinem Namen (siehe Abrechnungsmandat) an den*die Auftraggeber*in. Du erhältst zum einen das gleiche PDF wie dein*e Kund*in. Der Betrag auf dem Beleg stellt eine Einnahme für dich dar. Buche dies als Einnahme/Dienstleistung.

Rechnung über Servicegebühren: Du erhältst zum anderen einen Bescheid über die Höhe der Servicegebühren. Dieser stellt buchhalterisch eine Ausgabe für dich dar – buche diesen Betrag als Fremdleistung. 2019 war dies die Zeile 27 der offiziellen Einnahmenüberschussrechnung.

Der Betrag, der auf meinem Konto eingeht, stimmt nicht mit dem Betrag auf der Rechnung überein…

Genau, hier findest du immer die Differenz aus den zwei Belegen. Als "Beleg" für den Eingang musst du also beide Belege verwenden. Also quasi so, wie wenn ein*e Kund*in zwei Rechnung gleichzeitig bezahlen würde.

Was muss ich in puncto Gewinn vs. Umsatz beachten?

Dein Gewinn ist der Betrag, der auf deinem Konto landet. Dein Umsatz ist der Betrag, der auf deiner Rechnung steht. Steuerlich ist dies für dich relativ egal – mit einer Ausnahme: Wenn du die Kleinunternehmer*innenregelung beanspruchst, darf dein Umsatz einen bestimmten Betrag nicht übersteigen. Wenn du dich hier an der Grenze bewegst, ist es wichtig, dass du dir den Unterschied einmal klar vor Augen führst.

Wie setzt sich die Rechnungsnummer auf meinen Freelance-Junior-Rechnungen zusammen?

Bei deiner ersten Rechnungstellung bekommst du von unserem System automatisch eine Kundennummer zugeteilt, die fortan Teil deiner FJ-Rechnungsnummern ist. Diese sind in unserem System fortlaufend für alle deine Rechnungen, die du über unsere Plattform stellst.

Die FJ-Rechnungsnummer ist wie folgt aufgebaut:

FJ - XX (JAHR) XXXXX (KUNDENNUMMER) XXX (FORTLAUFENDE NUMMER JE RECHNUNG)

z.B.: FJ-2000725006 -> Rechnung aus dem Jahr 2020 von Nutzer*in mit Kundennummer 725, insgesamt die sechste Rechnung.

Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungsnummern für das Finanzamt nachvollziehbar aufgebaut sind – übrigens auch wenn du ansonsten eine andere Nummerierung benutzt. Verschiedene Zahlungskreise sind erlaubt. :)

Wie lange dauert es, bis ich das Honorar auf meinem Bankkonto habe?

Du entscheidest beim Erstellen deiner Rechnungen selbst über das Zahlungsziel. Wir empfehlen 7 Tage. Die meisten Auftraggeber*innen zahlen davon ab sowieso schneller als es das Zahlungsziel vorgibt. Du bekommst das Geld (dein Honorar abzüglich der Servicegebühren) selbstverständlich sofort auf dein Konto überwiesen, sobald der/die Auftraggeber*in bezahlt hat.

Mein Kunde sitzt im EU-Ausland und möchte, dass dies auf der Abrechnung beachtet wird. Geht das?

Ja, wir bei Freelance Junior wissen um die innergemeinschaftlichen Richtlinien, wenn es um die Erstellung einer korrekten Rechnung geht. Reverse-Charge-Verfahren ist das Stichwort.

Wenn du bereits Umsatzsteuer ausweist, musst du nichts mehr tun als deine USt-ID in deinen Einstellungen zu hinterlegen. Das Feld findest du, wenn du deinen Steuersatz bearbeitest. Ist eine USt-ID hinterlegt kümmert sich unser System um den Rest.

Du sitzt im EU-Ausland: Grüezi! Grüß Gott! Ja, die Überschrift an sich ist ein Paradoxon! Wir meinen damit, dass du nicht – wie die meisten Auftraggeber*innen bei Freelance Junior – in Deutschland sitzt. In diesem Fall wird das Reverse-Charge-Verfahren auf fast allen deiner Rechnungen Anwendung finden. Auch, wenn du Kleinunternehmer*in bist!

Reverse-Charge-Verfahren bei Kleinunternehmer*innen: Wenn du denkst, dass du mit der Sache nichts zu tun hast, weil du sowieso keine Umsatzsteuer ausweist: Zu früh gefreut! Die gute Nachricht: Du wirst nicht plötzlich umsatzsteuerpflichtig, nur weil du eine Rechnung ins EU-Ausland stellst. Die schlechte: Du benötigst trotzdem eine USt-ID. Ruf in diesem Fall am besten einmal bei deinem Finanzamt an und schildere die Situation – die Zuweisung/Nennung einer USt-ID kann ein paar Tage dauern.

Muss ich meine Einkünfte versteuern?

Wenn du als Freelancer*in arbeitest, musst du die Verantwortung für die korrekte Abführung deiner Steuer übernehmen. Grundsätzlich heißt das, dass du eine Steuererklärung machen musst. Ganz egal, wie viel du mit deiner Selbstständigkeit verdient hast.

Ob du Steuern zahlen musst, hängt von der Höhe deines Gewinns ab: Der Einkommensteuer-Freibetrag liegt aktuell bei 9.408 € pro Jahr (Stand 2020). Wichtig: Hierbei wird nicht nur deine Selbstständigkeit betrachtet, sondern die Summe deiner Einkünfte! Arbeitest du zum Beispiel parallel als Werkstudent*in musst du die Summe aus deinem Gehalt und dem Gewinn deiner Selbstständigkeit bilden. Ja, das Thema sprengt an dieser Stelle den Rahmen der Hilfe-Seite. Wer direkt tiefer ins Thema einsteigen will, findet in unserem Magazin GREATJOB diverse Blogeinträge zum Thema Steuern (z.B. Welche Steuern muss ein Freiberufler abgeben?).

Wenn darüber hinaus Fragen offen sind, kannst du uns gerne persönlich kontaktieren.

Muss ich Umsatzsteuer ausweisen?

Das hängt damit zusammen, ob du Kleinunternehmer*in bist oder nicht. Wenn ja, bist du von der Umsatzsteuer befreit, ansonsten musst du sie ausweisen. Keine Sorge: Dies geschieht automatisch, wenn du deine Stunden für einen Auftrag einreichst, da du dies zuvor bei der KYC-Verifizierung angegeben hast.

Sollte sich dein Status ändern, gib dies unbedingt in deinen Einstellungen an, bevor du das nächste Mal abrechnest, damit die von uns erstellte Rechnung auch korrekt ist.

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+49 40 71664031

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