Für Unternehmen

Agentur oder Freelancer:in? Die Vor- und Nachteile

Nick · Redaktion
August 2021

Geht es an die Auftragserteilung für dein Projekt, steht dir als Auftraggeber:in eine Vielzahl an Möglichkeiten offen. Doch ehe es überhaupt an das Durchforsten von Angeboten hunderter, wenn nicht sogar tausender Dienstleister:innen geht, solltest du schon einmal Vorentscheidungen treffen. Auch musst du dir Gedanken darüber machen, welche Art von Dienstleister:in überhaupt am besten auf dein Projekt oder deinen Auftrag passt. Die Entscheidung zwischen Agentur oder Freelancer:in ist hier mit Sicherheit eine sinnvolle, um die benötigte Expertise individuell auf deinen Auftrag zuzuschneiden. Im Folgenden findest du einen Überblick über die Unterschiede sowie die Vor- und die Nachteile von beiden.

Agentur oder Freelancer:in – die maßgeblichen Unterschiede

Als Agentur bezeichnet man im deutschen Raum zumeist eine Gruppe von Dienstleister:innen, die sich zu einem Unternehmen zusammengeschlossen haben und die Tätigkeiten jenes Unternehmens gemeinsam ausüben. Ein:e Freelancer:in hingegen, im Deutschen Selbstständige:r, ist eine freie Arbeitskraft, die Aufträge selbstständig und persönlich ausführt. Als Selbstständige:r kannst du entweder freiberuflich oder gewerbetreibend gemeldet sein. In den vergangenen Jahren wurde von Unternehmen vermehrt auf freie Mitarbeiter:innen gesetzt. Dies lag unter anderem an geringeren Personalkosten, entfallender Sozialabgaben und fehlendem Kündigungsschutz. Weiterhin bieten Freelancer:innen ein hohes Maß an Flexibilität und oft hoch spezialisierter Expertise. Doch auch Agenturen können mit einem großen Maß an Vorteilen aufwarten.

Für dich als Auftraggeber:in gibt es also Einiges zu bedenken. Ob es nun Agentur oder Freelancer:in für deinen Auftrag sein soll, einer der wichtigsten Faktoren ist mit Sicherheit die Art des Projektes. Als Faustregel gilt: Wenn dein Projekt schon sehr klar definiert ist und es nur für spezifische Prozesse Experten braucht, sind Freelancer:innen die geeignetere Option. Ist dein Projekt jedoch noch formlos, es also auch große Mengen an Organisation braucht, dann setze dich lieber mit einer Agentur in Verbindung. 

Denke aber auch immer an deinen finanziellen Rahmen. Denn laut des iBusiness Honorarfadens kosten Freelancer:innen bis zu 21 % weniger, als Agenturen.

Agenturen beauftragen – gemeinsam stark

Solltest du dich als Auftraggeber:in für eine Agentur entschieden haben, dann kannst du dich auf viele Vorteile, aber auch einige möglicherweise entscheidende Nachteile einstellen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Agenturen natürlich größere Unternehmen mit mehreren Mitarbeiter:innen sind. Dies bringt eine gewisse Arbeitsweise mit sich, an der für dich als Auftraggeber:in in den meisten Fällen kaum zu rütteln ist, denn du kaufst quasi nur das Endprodukt. Solltest du also gar nicht so viel im Prozess integriert sein wollen (und wenig Zeit haben), könnte eine Agentur für dich und dein Projekt der richtige Ansprechpartner sein.

Die Vorteile von Agenturen

Viele verschiedene Mitarbeiter:innen bringen ein großes Maß an Expertise mit sich. Ein Unternehmen, in dem sich zehn verschiedene Expert:innen in verschiedenen Bereichen deines Auftrages annehmen, wird ein Resultat produzieren, für das Einzelne ein Vielfaches an Zeit benötigen. Ausgewachsene interne Strukturen ermöglichen es einer Agentur, große, umfassende Projekte zu übernehmen. So kann ein großes Maß an Projektmanagement bewältigt werden, wo einzelne Freelancer:innen unter Umständen heillos überfordert wären. Dein Auftrag besteht also nicht nur daraus, eine Website zu designen, sondern z.B. aus der Konzipierung einer Alternative zu einem Marktführer? Dann kann es unter Umständen hilfreicher sein, eine Agentur statt einzelne Freelancer:innen zu beauftragen.

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Alle Vorteile von Agenturen auf einen Blick:

  • Vermittlung eines Gefühls von Sicherheit: z.B. Ausfallsicherheit, da andere Mitarbeiter:innen für dein Projekt einspringen können.
  • breites Spektrum an Serviceleistungen durch große Mitarbeiter:innenzahl
  • Durchführung des Projektmanagements: nur ein:e Ansprechpartner:in bei der Vergabe von mehreren komplexen Aufgaben
  • eingespielte Arbeitsabläufe in Teams
  • eigene Räumlichkeiten
  • Künstlersozialabgabe entfällt, die bei freiberuflich arbeitenden Freelancer:innen anfallen kann (relevant bei einem großen Volumen an Aufträgen)
  • kreative Ideen durch interne Kommunikation von Expert:innen

Die Nachteile von Agenturen

Die große Anzahl an Mitarbeiter:innen und das tiefgreifende Maß an Strukturen und Management schlagen sich natürlich in einem höheren Preis nieder. Dieser ist gegenüber der Beauftragung von Freelancer:innen in jedem Fall größer, da eine Agentur zudem zusätzliche Fixkosten hat (z.B. Büromiete, Gehälter der Mitarbeiter:innen). Auch ist besonders im Bereich der Kommunikation einiges gegenüber Freelancer:innen erschwert. So herrschen bei Agenturen in der Regel längere und aufwendigere Kommunikationswege. Vielleicht kannst du dich mit der Agentur deiner Wahl einmal die Woche in einem Meeting kurzschließen, während Freelancer:innen in vielen Fällen jederzeit erreichbar sind. Weiterhin ist zusätzlich erwünschte Kommunikation eventuell mit Mehrkosten verbunden.

Unter Umständen hohe Fluktuation innerhalb einer Agentur könnte ebenso ein Problem darstellen. Wartet deine Wunschagentur mit exzellenten Referenzen auf? Es könnte sein, dass die Einzelperson, welche für eine Referenz verantwortlich gewesen ist, die Agentur längst verlassen hat. Es ist für Auftraggeber:innen oft schwer nachzuvollziehen, wer in einer Agentur wirklich für den Erfolg verantwortlich ist und ob jene Personen auch für deinen Auftrag eingesetzt werden.

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Freelancer:innen beauftragen – spezialisierte Expertise

Du hast dich für eine:n Freelancer:in entschieden? Genau wie bei der Agentur erwartet dich hier eine Vielzahl an potenziellen Vorteilen, aber auch einige Nachteile. Das Leistungsvolumen eines:einer Freelancer:in als einzelne Person ist natürlich begrenzt, doch dafür kannst du in vielen Fällen auf höchst spezialisierte Arbeitsprozesse zählen, die einzigartige Ergebnisse zur Folge haben.

Die Vorteile von Freelancer:innen

Als Auftraggeber:in hast du zumeist direkten Kontakt zu Freelancer:innen deiner Wahl. Das ermöglicht dir natürlich ein hohes Maß an Kommunikation, womit folglich deine gewünschten Leistungen viel klarer verstanden werden können. Es steht dir hier eine Vielzahl an Tools zur Verfügung. Wo Freelancer:innen zumeist sofort verstehen und schon während eines ersten Gespräches Ideen entwickeln können, ist das bei Agenturen manchmal nicht unbedingt der Fall. Hier sprichst du unter Umständen zuerst mit jemanden, der:die nicht direkt Fachkraft für die zu erbringende Leistung ist. Hierdurch können Informationen untergehen, was zu Missverständnissen oder gar Frustration führen kann.

Weiterhin kannst du bei der Wahl eines:einer Freelancer:in auf hohe Qualität setzen, welche bei einer Agentur nicht immer gewährleistet ist. Freelancer:innen sind meistens auf eine bestimmte Nische spezialisiert und bieten daher auch hochspezialisierte Leistungen an, um sich von anderen abzuheben. Auch sind Freelancer:innen meistens um einiges flexibler, sowohl in Bezug auf Zeitmanagement, den Arbeitsort als auch die Erreichbarkeit.

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Alle Vorteile von Freelancer:innen auf einen Blick:

  • direkter Kontakt: kurze, einfache Kommunikationswege
  • Flexibilität: Zeitmanagement, Erreichbarkeit
  • schnelle Einarbeitung
  • höhere Motivation aufgrund der eigenen Entscheidung zur Selbständigkeit
  • höhere Personalisierung
  • geringere Kosten, da keine großen Fixkosten
  • eventuell verfügen Freelancer:innen über ein Netzwerk weiterer spezialisierter Expert:innen, so auch komplexe Aufträge möglich.

Die Nachteile von Freelancer:innen

Auch im Falle von Freelancer:innen gibt es jedoch nicht nur Vorteile. Demnach ist es zum Beispiel so, dass Freelancer:innen oft nur kleinere Projekte und Tätigkeiten übernehmen können. Sie sind vielleicht in der Lage, an einem Teil eines größeren Projektes zu arbeiten, vermögen aber ein solches Projekt kaum im Alleingang zu stemmen. Auch kommt es bei ihnen aufgrund vieler Aufträge manchmal zu hoher Auslastung. Da Freelancer:innen in unserer Ära der Globalisierung aus der ganzen Welt rekrutiert werden können, entsteht unter Umständen eine große räumliche Distanz bei der Zusammenarbeit mit dir. Fällt ein:e Freelancer:in mal durch einen Krankheitsfall aus, muss sich selbst um Ersatz gekümmert werden, wodurch die Fertigstellung eines Projektes nicht gewährleistet werden kann.

Auch kannst du dir bei einzelnen Privatpersonen der Seriosität und Professionalität nicht immer 100% sicher sein. Zum Glück gibt es Freelance Junior für dich, die es dir einfacher und sicherer machen, schnell und flexibel passende Freelancer:innen zu finden. Tipps für die Zusammenarbeit gibt es ebenso.

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Fazit: Agentur oder Freelancer:in?

Wenn es also darum geht, als Auftraggeber:in entweder Agentur oder Freelancer:in für dein Projekt zu beauftragen, stehen dir zwei sehr unterschiedliche, aber dennoch wertvolle Türen offen. Für große Projekte, die viel Management und ein großes Maß an Ressourcen benötigen, bieten sich Agenturen an. Sie brillieren häufig durch Sicherheit, Eingespieltheit und einem gut aufgestellten Team. In Sachen Flexibilität, Kommunikation und Kosten kann es jedoch unter Umständen zu Schwierigkeiten kommen. Freelancer:innen dagegen sind in allen Bereichen flexibel und warten oft mit einem beeindruckenden Maß an spezialisierter Expertise auf. Sie sind motiviert, kosten weniger und sind schnell eingearbeitet. Allerdings können sie in den meisten Fällen nur kleine Projekte oder nur Teile größerer Aufträge übernehmen und sind schwerer zu ersetzen, sollten sie ausfallen. Was also das Richtige für dich ist, kommt in erster Linie auf das Projekt selbst an. 


Nick
Redaktion
Über Nick

Nick studiert Linguistik und Japanologie an der Universität Hamburg. Im Zuge seines Praktikums bei Freelance Junior ist er mit Texten aller Art betraut. In seiner Freizeit schreibt er Romane und macht gerne Sport. 

 

 

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