Tipps für Freelancer

Altersvorsorge für Freelancer*innen – So baust du kontinuierlich ein Vermögen auf

Nicolas Sender · Gastautor
Juli 2020

Viele Freelancer*innen sind nicht rentenversicherungspflichtig. Das bedeutet, dass sie keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen und im Alter keine Rente bekommen. Deshalb spielt für sie das Thema Altersvorsorge eine große Rolle. Sie müssen alternative Wege finden, um nach dem Ende ihrer Erwerbszeit finanziell abgesichert zu sein. Während einige freiwillig Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung werden, setzen andere auf Wertpapiere, eine private Altersvorsorge oder Geldanlagen. Wir stellen dir verschiedene Strategien vor, um als Freelancer*in für das Alter vorzusorgen.

Freiwillige gesetzliche Rentenversicherung

Als Freelancer*in hast du die Möglichkeit, freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung zu werden. Du zahlst dann monatlich, vierteljährlich oder jährlich Beiträge ein und erhältst im Alter eine Rente. Die Rentenhöhe hängt von der Zahl der Beiträge ab, die du im Laufe der Jahre eingezahlt hast. Diese werden vom Einkommen berechnet. 18,6% der Einnahmen fließen in die freiwillige Rentenversicherung. Das entspricht mindestens 83,6 € und maximal 1.283,40 € im Monat. Innerhalb dieses Rahmens kannst du als Freelancer*in selbst entscheiden, wie hoch deine individuellen Beiträge sein sollen.

Auf diese Weise bleibst du flexibel. Du passt die Einzahlungen an deine persönlichen Einnahmen an und schneidest sie auf den Erfolg deines Unternehmens zu. So kannst du sicherstellen, dass deine laufende Liquidität gewährleistet bleibt, und gleichzeitig für das Alter vorsorgen. Gerade Freelancer*innen wissen, wie schwankend die Einnahmen gelegentlich sind und dass es Jahre gibt, in denen es einfach nicht so läuft. Hier flexibel zu sein und nicht wegen der Altersvorsorge in noch größere finanzielle Schwierigkeiten zu kommen, ist ein kostbares Gut.

Auf Wertpapiere setzen

Angesichts der aktuellen Niedrigzinspolitik der EZB werfen Geldanlagen derzeit nur geringe Renditen ab. Deswegen wollen immer mehr Freelancer*innen Aktien kaufen, um sich finanziell auf das Alter vorzubereiten. Aktienanlagen bieten die Möglichkeit, von hohen Renditen zu profitieren und gutes Geld zu verdienen. Hierfür ist es aber wichtig, dass du eine Anlagestrategie verfolgst und nicht einfach auf irgendwelche Aktien setzt. Denn anders als andere Anlagemodelle sind Wertpapiere mit gewissen Unsicherheitsfaktoren verbunden und das angelegte Geld kann komplett verloren gehen.

Deswegen arbeiten Freelancer*innen oft mit professionellen Anlageberatern zusammen, die eine Strategie vorschlagen können, die den eigenen Wünschen nach konservativen oder riskanten Anlagen gerecht wird. Diese Art der Altersvorsorge bietet sich vor allem für Freelancer*innen an, die schon eine Weile im Geschäft sind und sich einen Namen gemacht haben. Denn für den Aktienkauf sollte ausschließlich Geld verwendet werden, auf das im Zweifel verzichtet werden könnte, wenn es denn verloren ginge. Dieses Geld muss das Unternehmen erst einmal abwerfen. Daher nutzen vor allem etablierte Freelancer*innen mit einer zuverlässigen Stammkundenschaft und regelmäßigen Einnahmen diese Vorsorgeart.

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Eine private Altersvorsorge abschließen

Alternativ zur gesetzlichen Rentenversicherung können private Altersvorsorgen abgeschlossen werden. Zu den bekanntesten Vertretern zählen die Riester- und die Rürup-Rente. Diese bringen den Vorteil, dass sie weniger risikobehaftet als Aktien sind und eine größtmögliche Flexibilität für Freelancer*innen bieten. Außerdem kannst du dich bei einer solchen Vorsorgeform häufig entscheiden, ob du dein Geld als monatliche Rente oder auf einen Schlag ausbezahlt bekommen möchtest. Zudem bietet eine solche Altersvorsorge steuerliche Vorteile, da du die Beiträge steuermindernd einsetzen kannst. Untersuchungen zeigen, dass die private Rentenversicherung bei Freelancer*innen hoch im Kurs steht und von etwa 50% für die Altersvorsorge genutzt wird.

Geldanlagen nutzen

Nicht zuletzt hast du die Möglichkeit, Geldanlagen zu nutzen, um dir kontinuierlich ein Vermögen aufzubauen. Unter anderem stehen hierbei Tagesgeld, Lebensversicherungen oder Sparkonten zur Auswahl. Angesichts der Niedrigzinspolitik der EZB sind solche Anlageformen jedoch wenig attraktiv, da die Zinssätze sehr niedrig sind. Dennoch ist diese Form der Altersvorsorge immer noch besser, als das Geld unter dem Kopfkissen zu horten. Hier verliert es durch die Inflation schleichend an Wert, sodass im Alter weniger Kaufkraft als gewünscht zur Verfügung steht. 

Viele Freelancer*innen verlassen sich nicht auf eine Form der Altersvorsorge allein, sondern nutzen einen Vorsorgemix. Dieser bietet den Vorteil, dass konservative und riskante Anlagestrategien parallel genutzt werden können. So genießen die Freelancer*innen ein Höchstmaß an Sicherheit, nutzen aber ihre Chance, mit Anlagen gutes Geld zu verdienen. Wenn du dir über die für dich optimale Anlagestrategie unsicher bist, solltest du eine professionelle Beratung nutzen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag.


Nicolas Sender
Gastautor

Über Nicolas

Nicolas Sender ist seit vielen Jahren als Blogger im Internet aktiv und schreibt Beiträge für verschiedene Online-Magazine. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf den Themen Wirtschaft, Technologie und Unterhaltung.

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