Bürokratie

Berufshaftpflichtversicherung für Freelancer und Freelancerinnen

Theresa Marie Kuchler · Kunst- und Kulturgeschichte
Mai 2020

Ein hohes Maß an Flexibilität und viel Spaß am Tun sind nur zwei gute Gründe für den Schritt ins Freelancertum. Als Selbstständige*r setzt du dich allerdings auch großen Risiken aus – das reicht von der Auftragsflaute bis hin zum nicht zahlenden Kunden. Aber auch alltägliche Gefahrensituationen können dir im schlimmsten Fall an die Existenz gehen. Während du der finanziellen Unsicherheit als Selbstständige*r quasi täglich ausgeliefert bist, kannst du dich gegen unerwartete Schadensfälle durchaus absichern. An dieser Stelle kommt die Berufshaftpflichtversicherung für Freelancer*innen ins Spiel. Was dir als Freidenker*in vielleicht übervorsichtig und unwichtig erscheinen mag, kann im Ernstfall deine finanzielle Existenz retten. Schließlich lauern Gefahrensituationen an jeder Ecke – und Fehler sind schnell passiert. Erfahre hier, was der Nutzen einer Berufshaftpflichtversicherung ist, ob es sich für dich lohnt sie abzuschließen und welche Kosten damit einhergehen. 

Der Retter in der Not: Die Berufshaftpflichtversicherung

Tritt der Worst-Case ein, ist wohl jeder froh über die abgeschlossene Versicherung – egal ob in privater oder beruflicher Hinsicht. Bei Missgeschicken im Privatleben greift in der Regel die gängige Haftpflichtversicherung. Berufstätige im normalen Angestellten-Verhältnis sind wiederum durch ihren Arbeitgeber abgesichert, wenn ihnen im beruflichen Alltag ein Fehler unterläuft. Arbeitest du hingegen als Freelancer*in, musst du dich selbst um eine Versicherung bemühen. Erst dann bist du abgesichert und stehst im Schadensfall nicht alleine da. In Deutschland ist es Unternehmern gesetzlich vorgeschrieben, Schäden zu ersetzen, die sie gegenüber Dritten verschulden. Wenn dir also während deiner Arbeitszeit ein Fehler passiert und dieser dazu führt, dass ein Dritter zu Schaden kommt, musst du für die Folgen aufkommen. Eine Berufshaftpflichtversicherung greift genau dann - und kommt für die meist nicht unerheblichen Kosten auf.

Doch beachte: Die pauschale Berufshaftpflichtversicherung gibt es nicht. Je nach Berufsgruppe muss dem ein oder anderen Risiko mehr vorgebeugt werden. Wir haben in unserem Magazin schon drei unterschiedliche Berufshaftpflichtversicherungen behandelt:

Aus diesem Grund wird die Versicherung stets individuell gestaltet und an den jeweiligen Beruf angepasst.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Für welche Schadensfälle deine Versicherung im Ernstfall aufkommen wird, regelt ihr vorab in einem Vertrag.

Lohnt sich eine Berufshaftpflichtversicherung für Freelancer*innen?

Ob sich für dich die Investition in eine Berufshaftpflichtversicherung lohnt, lässt sich so einfach nicht beantworten. Es kommt auf die Tätigkeit an, der du als Freelancer*in nachgehst. Bei deiner Entscheidung solltest du gut darüber abwägen, wie wahrscheinlich es ist, dass du in deiner Arbeitszeit einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden verursachst. Je nach Job besteht ein größeres Risiko für das ein oder andere. Daher schreibt der Gesetzgeber manchen Berufsgruppen die Berufshaftpflichtversicherung sogar vor. Diese Verpflichtung gilt vor allem Personen, die eine große Verantwortung innehaben – wie etwa Ärzt*innen, Rechtsanwält*innen oder Ingenieur*innen.   Eine Berufshaftpflichtversicherung macht aber nicht nur dann Sinn, wenn sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Sie lohnt sich generell für alle, die aufgrund einer hohen Schadenssumme in finanzielle Nöte geraten könnten – und die keine Mittel für einen teuren Rechtsstreit übrighaben.

Es investieren daher vor allem Freiberufler*innen, Gründer*innen und generell Selbständige in den kleinen monatlichen Versicherungsbeitrag. Schließlich genießen gerade diese Berufsgruppen eher selten ein dickes finanzielles Polster, das ihre Existenz im Ernstfall absichert.

Wie schnell folgenreiche Fehler passieren, die dir als Freelancer*in durchaus unterlaufen können, zeigen diese Beispiele:

  • Du verschuldest einen Verkehrsunfall auf dem Weg zum nächsten Job, Meeting oder Fotoshooting.
  • Bei deinem letzten Projekt als Web-Designer*in hast du versehentlich eine Urheberrechtsverletzung begangen.
  • Als Informatiker*in wirst du für die fehlerhafte Softwareprogrammierung zur Rechenschaft gezogen.
  • Die unaufmerksame Recherche des letzten Artikels bringt dir als Texter*in eine Plagiatsstrafe ein.
    Als Blogger*in hast du beim letzten Foto-Post nicht auf die Persönlichkeitsrechte Dritter geachtet.
  • Dein Übersetzungsfehler bewirkt, dass ein ganzes Buch neu gedruckt werden muss.

Während deiner Arbeitszeit als Freelancer*in lauern also einige Gefahrenherde, die zu Schäden Dritter führen können. Hast du in einem solchen Fall keine Berufshaftpflichtversicherung an deiner Seite, musst du für den Schadensersatz tief in die eigene Tasche greifen.

Was eine Berufshaftpflichtversicherung alles abdeckt

Im Ernstfall übernimmt die Berufshaftpflichtversicherung alle berechtigten Forderungen des Geschädigten. Je nachdem, wie dein Vertrag ausgestaltet ist, schließt das Personen-, Sach- und/oder Vermögensschäden mit ein. Im Beispiel des Personenschadens bedeutet das etwa, dass die Berufshaftpflichtversicherung sowohl den Verdienstausfall als auch das Schmerzensgeld an den Geschädigten zahlt. Aber auch für den Wiederbeschaffungswert defekter Produkte, etwaige Nutzungsausfallzahlungen oder die Kosten für Wiederherstellungen kommt die Berufshaftpflichtversicherung auf. Wie es bei Versicherungen üblich ist, wird im Schadensfall zunächst geprüft, ob die Ansprüche auf die Entschädigung auch berechtigt sind. Das schützt dich gegen ungerechtfertigte Schadensersatzforderungen und damit die Versicherung vor unnötigen Zahlungen. Während die Berufshaftpflichtversicherung alle unberechtigten Ansprüche ablehnt, übernimmt sie die berechtigten Forderungen bis zum vertraglich festgelegten Limit.

Die Höhe dieser Deckungssumme ist auch der Indikator für die Beitragskosten deiner Berufshaftpflichtversicherung.

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Wie hoch ist der Versicherungsbeitrag?

Die Frage, wie viel dir deine Berufshaftpflicht kosten wird, ist nur individuell zu beantworten. Bei der Kalkulation des Versicherungsbeitrags wird erneut die Branche relevant, in der du als Freelancer*in arbeitest. Je nach tätigkeitsbezogenem Risiko musst du also mit höheren oder niedrigeren Kosten rechnen. Es ist auch möglich, deinen Versicherungsbeitrag zu senken, wenn du dich im Schadensfall mit einem Selbstbehalt beteiligst. Generell wird aber empfohlen, stets den größtmöglichen Schadensfall mit einer Berufshaftpflichtversicherung abzusichern.

Beachte außerdem, dass der Begriff der „Berufshaftpflichtversicherung“ in der Branche nicht einheitlich Verwendung findet. Du solltest deshalb genau prüfen, für welche Schadensarten der Versicherer deiner Wahl tatsächlich aufkommt, wenn du bei ihm eine Berufshaftpflicht abschließt.

An dieser Stelle empfehlen wir dir die Berufshaftpflichtversicherung unserer Hamburger Start-Up-Kollegen „Helden“. Mit ihrem Premium 2-in-1 Berufshaftpflichtschutzfür Freiberufler*innen erhältst du eine Betriebs- und Vermögensschadenhaftpflicht in einem – sie übernimmt also sowohl Personen- als auch Sach- und Vermögensschäden.

Das finden wir unterstützenswert, weshalb wir in Kooperation mit „Helden“ stehen (ja, das bedeutet auch, dass wir eine Provision erhalten, wenn du nach dem Klick auf den Link eine Versicherung abschließt). Schau am besten gleich mal auf der Helden-Website vorbei, um dir mehr Informationen zu deren Berufshaftpflichtversicherung für Freelancer*innen einzuholen.

Fazit

Auch das aufregende Freelancer-Dasein ist vor menschlichen Fehlern und alltäglichen Gefahren nicht immun. Und gerade als Freiberufler*in steht man im Schadensfall schnell vor finanziellen Existenzängsten. Aus diesem Grund ist es gewiss nicht verkehrt, in die eigene Sicherheit zu investieren und eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Ob du dich am besten gegen Personen-, Sach- und/oder Vermögensschäden absichern solltest und wie hoch die anfallenden Beitragskosten sind, ist stark von deinem Tätigkeitsbereich abhängig.


Theresa Marie Kuchler
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Über Theresa Marie

Theresa Marie arbeitet neben ihrem Studium als freie Texterin für Blogbeiträge und Contenterstellung. Das Freelancer-Dasein ermöglicht ihr, eine eigenständige Arbeitsweise mit der Kreativität des Schreibens zu verbinden.

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