Erfahrungsberichte

Die größten SEO-Learnings beim Aufbau meines Sportblogs

Frederik Dohm · Sport
Juli 2019

SEO ist ein sehr bekanntes, aber auch verwirrendes Thema. Schaut man sich zehn Videos auf YouTube zu diesem Thema an, bekommt man zehn verschiedene Ansätze. Und natürlich wird einem jeder davon als der einzig richtige verkauft.

Damit wir eines klarstellen: eine 100-prozentige Erfolgsanleitung kann einem keiner geben. Selbst Google weiß nicht mehr genau, wie der Algorithmus funktioniert. Mir geht es hier also nicht darum, dir eine genaue Anleitung zu geben. Auch werde ich dir nicht einfach erzählen, was du hören möchtest, weil es so schön einfach ist. (Wird gerne gemacht, wenn Produkte verkauft werden.)

Du kannst in diesem Artikel von meinen Fehlern beim Aufbau meines Sportblogs Fitzuhause.net lernen. Allerdings muss ich zugeben, dass der Erfolg nicht nur mir (Frederik Dohm) und meinem Kumpel, mit dem ich Fitzuhause betreibe, zuzuschreiben ist. Auf unserem Weg haben wir Mentoren kennengelernt, die uns einiges über SEO beigebracht haben. Die Jungs betreiben mehrere erfolgreiche Webseiten. Eine ist der größte Kaffeeblog Deutschlands: Coffeeness.de.

Die Grundsäulen der Suchmaschinenoptimierung

Grundlegend gibt es zwei Dinge, auf die du dich konzentrieren solltest, wenn du gute Rankings erzielen möchtest: Content und Backlinks.

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Content

Content steht an erster Stelle – und zwar guter Content! Natürlich findet man momentan auch noch einige schlechte Artikel auf der ersten Seite eines Suchergebnisses auf Google, meistens handelt es sich dabei aber um alte und große Domains. Da es Googles Ziel ist, dem Nutzer den bestmöglichen Content anzubieten, wird der Algorithmus auf dieses Ziel stetig hin optimiert. Demnach ist es durchaus sinnvoll, bereits jetzt guten Content zu produzieren. Außerdem kommen die Leser nur erneut auf deine Webseite, wenn sie deinen Artikel gut fanden, oder?

Doch was ist „guter“ Content? Klar, es kommt einerseits darauf an, was du inhaltlich schreibst – reines Keyword-Droping funktioniert schon lange nicht mehr. Allerdings zählt die Länge deines Artikels ebenfalls. Mittlerweile veröffentlichen wir keinen Artikel mehr, der unter 1.500 Wörter lang ist. Eine unserer kommerziellen Seiten über Rudergeräte ist sogar über 10.000 Wörter lang. (Das Beispiel findest du hier.)

Aber nicht nur die einzelnen Artikel zählen, sondern auch die Menge aller Artikel. Um Google zu signalisieren, dass deine Webseite in einem Bereich relevant ist, musst du viele Artikel in der jeweiligen Kategorie veröffentlichen. Gute Rankings des einen Artikels beeinflussen auch das Ranking anderer Artikel positiv.

Sicherlich hast du schon mal festgestellt, dass der ein oder andere Artikel besser rankt. Das ist ganz normal. Wirklich vorhersagen, ob Google deine Seite für diesen Suchbegriff anzeigen möchte, kann man nicht. Um davon unabhängiger zu werden, ist es wiederum hilfreich, viel Content und viele Artikel zu veröffentlichen. Manche Keywords funktionieren einfach besser als andere.

Backlinks

Bei diesem Punkt haben wir den größten Fehler gemacht. Wie eingangs erwähnt, findet man auf YouTube sehr verschiedene Meinungen. Eine, die wir damals geglaubt haben, ist, dass Backlinks keine Bedeutung mehr für Google haben. Bullshit! Der Grund, weshalb sich Google gegen andere Suchmaschinen durchgesetzt hat, ist der Gebrauch von Backlinks. Wieso sollte das auf einmal keine Rolle mehr spielen?

Im Grunde genommen kann man Backlinks mit einer Empfehlung vergleichen. Durch Backlinks von Seiten, die Google als „vertrauenswürdig” erachtet, fasst Google in deine Webseite mehr Vertrauen, wodurch die Seite bessere Rankings erzielt. Gerade in Deutschland ist der Backlinkaufbau kompliziert, weshalb viele Seiten diese Links kaufen oder sie durch Netzwerke aufbauen. Diese Praktiken verstoßen gegen die offiziellen Google-Richtlinien und sind daher mit einem extrem großen Risiko verbunden.

Früher war lediglich die Anzahl der Backlinks für Google entscheidend. Das ist heute nicht mehr der Fall. Foren oder unseriöse Webseiten mit Links „vollzuspamen”, hat einen negativen Effekt. Google kann deine Webseite wegen schlechtem Linkbuilding bestrafen oder im schlimmsten Fall aus dem Index werfen. Etwas, das ich keinem wünsche.

Also pass auf, von welchen Seiten du Backlinks aufbaust. Der effektivste Weg ist es, Backlinks über Gastartikel aufzubauen. Natürlich sollte dein Backlinkprofil auch nicht nur aus Gastartikeln bestehen, aber für den Start ist das eine gute Lösung. Lass dich dabei nicht entmutigen. Auch wir haben unzählige Absagen bekommen, bevor wir den ersten Gastartikel veröffentlichen durften. Nicht aufgeben!

Das sind die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung. Auf diese solltest du dich meiner Meinung nach konzentrieren, wenn du wirklich gute und langfristige Rankings erzielen möchtest.

Bleib dran!

Diesen Tipp hast du wahrscheinlich zu Genüge gehört. Aber es ist das wohl größte Learning, welches ich in den letzten Jahren während des Aufbaus von Fitzuhause hatte.Manchmal braucht es einfach etwas Zeit.

Ein gutes Beispiel ist unser Artikel über das Ausdauertraining zuhause. Über ein Jahr dümpelte der Artikel auf der dritten Seite herum. Eine sehr frustrierende Sache, weil das kein Einzelfall war. Auf einmal, ohne dass wir etwas am Artikel verändert haben, landete der Artikel auf der ersten Seite. Mittlerweile befindet sich der Artikel auf Platz 1.

In YouTube-Videos wird einem häufig erzählt, dass man gute Rankings innerhalb von drei Monaten erzielen kann. Mit einer neuen Webseite ist das eigentlich unmöglich. Alles andere ist unheimliches Glück. Aber es verkauft sich halt besser, als zu sagen: „Mit einer neuen Webseite brauchst du an die 2 Jahre, um wirklich viele Leser zu erreichen.”

Natürlich gibt es noch reichlich weitere Faktoren für das Google Ranking. Die interne Verlinkung und die Keyword-Dichte sind da nur zwei Beispiele. Zu diesen Punkten empfehle ich dir, einmal bei YouTube vorbeizuschauen. Hier gibt es aus meiner Sicht einige gute Videos. Generell haben andere Faktoren zwar auch einen Einfluss, aber einen wesentlich kleineren als Content und Backlinks. Um nicht an allen Baustellen gleichzeitig zu arbeiten, solltest du dich auf diese Faktoren konzentrieren. Das Wissen über Keyword-Dichte, H1/H2 Überschriften usw. musst du dir nur einmal aneignen und kannst das dann für jeden Artikel nutzen.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg!


Frederik Dohm
Sport
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Über Frederik

Freddi studiert Sport und hat neben seinem Studium einen Blog zum Thema Körpergewichts-Training hochgezogen. Als Freelancer arbeitet er passend dazu in Bereichen wie Content und SEO.

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