Für Unternehmen

Freelancer*innen als Teil der sich wandelnden Arbeitswelt

Alan Janelt · Logistik
Februar 2020

Immer wieder werden wir mit dem Begriff einer neuen, modernen Arbeitswelt konfrontiert. Unser Verständnis von Arbeit verändert sich – das steht außer Frage. Doch was steckt hinter den Veränderungen und welche Rolle spielen Freelancer*innen in der modernen Arbeitswelt?

Setzt man sich mit dem Thema der neuen Arbeitswelt auseinander, wird man ziemlich schnell auf vier große Triebkräfte stoßen. Sie alle sind im unterschiedlichen Maße der Auslöser für stattfindende Veränderungen in der Arbeitswelt: Demographie, Digitalisierung, Globalisierung und Wertewandel. Betrachtet man diese einzelnen Aspekte genauer, kommt man wiederum genau so zügig zu konkreten Ergebnissen und kann praktisch anhand von Zahlen den Wandel der Arbeitswelt mitverfolgen.

Am Beispiel der demographischen Entwicklung in Deutschland können einige Phänomene deutlich illustriert werden: die Sterberate übertrifft die Geburtenrate und bewirkt einen Rückgang der Einwohnerzahl, gleichzeitig erhöht sich kontinuierlich seit Jahren die durchschnittliche Lebensdauer der Menschen und verursacht eine zunehmende Alterung der Gesellschaft. In der Folge sinkt unter anderem die Anzahl an geeigneten Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt. Das alles hat sowohl für Unternehmen als auch Arbeitssuchende enorme Konsequenzen: denn wie so oft im Leben, löst ein Ereignis eine Kette an Reaktionen aus.

Die Digitalisierung und Globalisierung der Arbeitswelt

Wie schnell sich die Technik entwickelt, dürfte allen bestens bekannt sein. Erinnern wir uns doch bloß an die Zeiten des legendären Nokia 3310 und der panischen Angst vor der kommenden Internetrechnung, die uns in den Bankrott zu treiben drohte. Mittlerweile sind Smartphones, die das Tausendfache an Rechenleistung ihrer Vorgänger aufbringen, genauso wie die Internetflatrate und der Verbrauch massiver Datenmengen, fest in unserem Alltag verankert. Dabei glaubt so mancher kaum, in welchem rasanten Tempo diese digitalen Veränderungen stattgefunden haben.

Auch die Globalisierung ist schon lange kein Geheimnis mehr. Täglich kommen wir mit dutzenden Personen und Produkten aus dem Ausland in Berührung – ein Ergebnis der Entwicklung auf zahlreichen Gebieten, von der Politik, über die Logistik bis hin zur Technik. Schließlich ist die Kommunikation in Echtzeit zu den Geschäftspartnern auf der ganzen Welt nicht mehr aus der globalen Wirtschaft wegzudenken. Dinge, die noch vor einigen Jahren als undenkbar erschienen, gelten heute als selbstverständlich. Bedeutet es demnach, dass sich auch unsere Werte und Vorstellungen von Arbeit im Laufe der Zeit verändert haben, ohne dass wir es möglicherweise bemerkt haben?

Das neue Verständnis von Arbeit

Die Antwort lautet: ja! Auch, wenn der Wertewandel unserer Gesellschaft nicht allzu auffallend ist und eher schleichend vonstatten geht, so hat sich unser Verständnis von der Arbeit im Laufe der Zeit völlig verändert. Natürlich ist die Art und Weise, auf die unsere Eltern und Großeltern arbeiteten, heutzutage mindestens genauso veraltet, wie das eingangs erwähnte Kult-Handy. Die alten Muster und Denkweisen entwickeln sich mit der Zeit weiter oder werden grundlegend verändert - ein Update muss also her. Mittlerweile hat selbst das vor 20 Jahren angesagteste Handy, eine Überarbeitung erleben müssen. Eben, weil sich die Anforderungen und Denkweisen der Menschen in den letzten Jahren von Grund auf geändert haben. Die jüngsten Generationen distanzieren sich bewusst von den Vorstellungen von Arbeit ihrer Großeltern und entwickeln aufgrund der verschiedenen Veränderungen in ihrem Umfeld ein gänzlich neues Verständnis von Arbeit. Unabhängigkeit, Freiheit, Selbstverwirklichung sind nur einige der Werte auf die wir heute verstärkt setzen, von denen aber unsere Großeltern nicht ein mal zu träumen wagten.

Das Freelancing kommt diesen Wünschen wie gerufen entgegen: flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit von verschiedenen Orten aus zu arbeiten oder nur die interessantesten Projekte auszuwählen, sind nur einige der Aspekte, die der modernen Arbeitswelt gerecht werden. Wieso sollte man schließlich nicht die Möglichkeiten nutzen, die aus der Digitalisierung und Globalisierung der Arbeitswelt resultieren?

Noch vor einigen Jahren galten Geschäftstelefonate als der Höhepunkt der Arbeitsoptimierung. Keine lästigen Briefkorrespondenzen oder Geschäftsreisen ans andere Ende des Landes. Heute sorgen Smartphone-Apps wie Slack oder Trello für eine reibungslose Organisation der Arbeit. Das Ziel ist dabei stets identisch: den individuellen Arbeitsablauf optimieren. Und das Ergebnis? Zufriedene Auftraggeber*innen, die auf eine hohe Produktivität und Effektivität der freien Mitarbeiter*innen zählen können sowie zufriedene Freelancer*innen, die ihre Arbeit in kürzerer Zeit verrichten und so eine stressfreie, ausgewogene Work-Life-Ballance erreichen.

Die Rolle einzelner Freelancer*innen

Das Freelancing wird in diesem Kontext zu einem populären Modell und das hat gleich mehrere Gründe. Schließlich bringt diese Form der Beschäftigung neben einigen der erwähnten Vorteile für Beschäftigte, auch eine Reihe an Chancen für Unternehmen. Die Nutzung eines speziellen Fachwissens, das rekrutierte Freelancer*innen mitbringen, kann für bestimmte Projekte entscheidend sein und einen gewaltigen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb verschaffen.

Zudem müssen sich Unternehmen nicht langfristig an Mitarbeiter*innen binden und können somit zahlreiche Risiken umgehen. Es wundert daher nicht, dass Freelancer*innen heute gefragt sind wie noch nie. Kaum eine Agentur kommt ohne Freelancer*innen aus. In einigen Bereichen bilden die Freelancer*innen sogar das Rückgrat der Branche. Es finden sich Umfragen, die teilweise von einem Anteil an Freelancer*innen in der Branche von bis zu 50 % ausgehen! Insbesondere auf kreativen Gebieten, wie beispielsweise in der Media- und IT-Branche, erscheint es besonders sinnvoll, bestimmte Projekte an ausgewählte Freelancer*innen zu vergeben.

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Anhand der IT-Branche lässt sich der steigende Bedarf an Freelancer*innen bestens belegen: Aktuell sind in diesem Sektor 124.000 Stellen unbesetzt und innerhalb von zwei Jahren hat sich diese Zahl laut Bitkom sogar mehr als verdoppelt. Man kann deutlich erkennen, dass der Markt auf keinen Fall übersättigt ist. Das Gegenteil ist der Fall – der Markt braucht Freelancer*innen so stark, wie noch nie zuvor. Der Einsatz von studentischen Freelancer*innen bietet hier für Unternehmen die große Chance, passende Talente zu finden – währenddessen können die Studierenden ihr Portfolio aufbauen. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. 

Eine kleine Bitte an alle jungen Freelancer*innen

Das Thema der sich wandelnden Arbeitswelt und die Rolle von Freelancer*innen auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt erforsche ich aktuell in meiner Masterthesis. Ich würde euch daher bitten unter https://www.survio.com/survey/d/M7X9N2D8B6G1V4I0O an meiner Umfrage teilzunehmen. Die Ergebnisse werden natürlich in einem separaten Artikel vorgestellt, so dass einzelne Aspekte, wie die Work-Life-Balance von Freelancer*innen näher erläutert werden können.


Alan Janelt
Logistik
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Über Alan

Alan schreibt seine Masterarbeit in Kooperation mit Freelance Junior. Passenderweise erforscht er in dieser die Rolle von Freelancer*innen in der neuen Arbeitswelt.

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