Für Unternehmen

Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Posting auf Social Media?

Rhonda Mundt · Corporate Communication
Mai 2019

Seit es Social Media gibt scheiden sich die Geister bei dieser Frage. Es gibt Studien, die besagen, dass die Reichweite und Bekanntheit einer Social-Media-Seite stark vom Timing des ausgearbeiteten Redaktionsplans abhängen. Somit sei zum Beispiel der Donnerstagabend der ideale Zeitpunkt für eine Veröffentlichung. Andere Stimmen hingegen vertreten die Meinung, dass die Uhrzeit, zu der ein Beitrag veröffentlicht wird, eher zweitrangig sei.

Wie sieht es denn nun in der Praxis aus? Sollte man darauf vertrauen, dass der gewünschte Social-Media-Erfolg quasi von alleine kommt, wenn alle Beiträge (eventuell auch mit Hilfe eines Planungstools) perfekt auf die vermeidlichen „Stoßzeiten“ der jeweiligen Kanäle abgestimmt sind? Oder generiert man durch das Einsetzen von bestimmten Hashtags, durch das Verwenden von qualitativ hochwertigem Content und viel Interaktion auf der Plattform deutlich schneller eine hohe organische Reichweite?

Die Mischung macht´s!

Klar gibt es gewisse Uhrzeiten, zu denen die Plattformen besser besucht sind als zu anderen. So ist zum Beispiel für Facebook und Instagram 13.00 bis 15.00 Uhr eine gute Uhrzeit. Zum einen erreicht man Arbeitende während ihrer Mittagspause zum anderen Kinder, die bereits von der Schule nach Hause gekommen sind. Instagram Storys funktionieren besonders gut ab 21.00 Uhr, sie ersetzen mittlerweile für manche Altersklassen das allabendliche TV Programm.

Twitter fungiert eher als eine Art Nachrichtenplattform und spricht tendenziell die berufstätige Zielgruppe an. Somit empfiehlt es sich hier zwischen 8.00 Uhr und 9.00 Uhr, wenn die Leute in der Bahn sitzen, um auf die Arbeit zu fahren, oder ab 18.00 Uhr, also nach Feierabend, zu posten.

Die perfekte Zeit gibt es nicht!

Eine wirklich richtige und zuverlässige Aussage über die „beste Uhrzeit“ zum Posten zu treffen, ist jedoch schwierig, da es noch viele andere Faktoren gibt, die darüber entscheiden, ob ein Beitrag gut funktioniert oder auch nicht.

Das Wichtigste für die Sichtbarkeit von Social-Media-Beiträgen ist die Interaktion, die entsteht nachdem ein Beitrag hochgeladen wurde. Wird ein Beitrag geliked, geteilt oder kommentiert, hat dieser eine bessere Chance einem Verschlingen des Algorithmus‘ zu entkommen. Dies gilt es zu begünstigen, denn das Ziel ist es natürlich, dass möglichst viele Leute aus der Community den Beitrag angezeigt bekommen. Um diese Interaktion generieren zu können, ist es unerlässlich zu wissen, wann die Zielgruppe, die man erreichen möchte, aktiv auf den Plattformen unterwegs ist – und auf welchen.

Somit ist die Definition der Zielgruppe der wichtigste Schritt, bevor man überhaupt mit dem Posten startet. Neben dem Alter der Zielgruppe sollte man sich ebenfalls überlegen, wo die Zielgruppe lebt. Fokussiert man sich zum Beispiel nur auf Deutschland, ist es wenig zielbringend zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr zu posten, da zu diesem Zeitpunkt keine (kaum) Interaktion entstehen wird. Ist man nun international tätig und möchte vielleicht sogar einen ganz speziellen Markt erreichen, macht es Sinn, seine Postings auf die jeweilige lokale Zeit zu timen.

Genauso wichtig wie die Zielgruppe ist die Strategie hinter den Beiträgen. Wer wild drauf los postet, wird meist schnell enttäuscht, wenn der gewünschte Erfolg ausbleibt. Man sollte sich also zuerst fragen, welchen Content man für seine Community bereitstellen und wie oft man etwas veröffentlichen möchte. Ein Redaktionsplan kann dabei helfen, den Überblick zu behalten. Auch lohnt es sich herauszufinden, an welchen Tagen die eigene Zielgruppe am aktivsten ist. Man sollte anfangs ruhig etwas experimentieren, sich aber später an seinen individuellen Redaktionsplan halten, damit sich die Community auf eine gewisse Regelmäßigkeit der Beiträge einstellen kann.

Das Verwenden von Hashtags mit hohem Beitragsvolumen kann die Reichweite, insbesondere auf Instagram verbessern. Überlege dir vielleicht sogar ein spezielles Hashtag für deine Kampagne oder dein Unternehmen, damit du einen hohen Wiedererkennungswert für deine Zielgruppe kreierst.

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Kenne deine Zielgruppe!

Wir sehen also, dass neben dem passenden Timing noch sehr viele andere Faktoren, den Erfolg deine Social-Media-Aktivitäten beeinflussen können. Zusammengefasst: Das Wichtigste ist im ersten Schritt die Zielgruppe zu definieren, zu studieren, wann und auf welchen Plattformen sie unterwegs ist, und anschließend eine maßgeschneiderte Strategie auszuarbeiten. Letzten Endes sollte nämlich die Strategie die Zeit bestimmen und nicht andersherum.

Insgesamt lässt sich außerdem festhalten, dass Social Media kein Marketingkanal ist, den man „mal eben nebenbei“ macht. Fehlen einem selbst die zeitlichen Ressourcen, kann es sich also lohnen, auf Social-Media-Experten*innen zurückzugreifen, die dir dabei helfen, eine erfolgsbringende Social-Media-Strategie für dein Unternehmen zu entwickeln. Die Zusammenarbeit mit Digital Natives kann sich hierbei besonders lohnen. Schließlich sind sie mit Social Media aufgewachsen und kennen die aktuellen Trends und Tools, die dabei helfen, die Reichweite deines Unternehmens zu verbessern und so deine Bekanntheit zu erhöhen.


Rhonda Mundt
Corporate Communication
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Über Rhonda

Rhonda macht aktuell ihren Master in Corporate Communication. Als Freelancerin bringt sie besonders im Bereich Social Media einiges an Erfahrung mit, da sie sich in früheren Jobs intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Außerdem hegt sie eine große Leidenschaft für Fotografie und Kochen, der sie auf ihrem Food Blog "Foodie Brudi" nachgeht.

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