Studentenleben

Nebenjob von Zuhause: Was brauchst du, um Blogger*in zu werden?

Tobias Lang · Gastautor
Oktober 2020

Angesichts der vielen hundert Blogs zu so gut wie jedem Thema fragst du dich wahrscheinlich auch gelegentlich, wie man überhaupt Blogger wird – und warum. Was braucht man für das Blogging? Für Content, der wirklich gelesen wird und vielleicht sogar irgendwann ein kleines (Neben)Einkommen generiert? Die gute Nachricht vorab: Bloggen ist machbar und erlernbar. Mit ein bisschen Überlegung vorweg, Begeisterung für eine Sache und vor allem der Bereitschaft, immer dazu zu lernen, kannst du selbst einen erfolgreichen Blog aufbauen – und das sogar neben Studium oder dem Schreiben deiner Masterarbeit. Als Leser*in des GREATJOB-Magazins weißt du sicherlich, dass es neben dem Bloggen noch viele weitere Möglichkeiten gibt, um von zu Hause aus Geld zu verdienen, aber das soll heute nicht unser Thema sein.

Das Berufsbild „Blogger*in“ gibt es nicht!

Mehr oder weniger erfreulich beim Blogging ist die Tatsache, dass jeder, der Lust dazu hat, es tun kann. Erfreulich für dich, weil du auch ohne eine „Ausbildung“ und ein großes Budget einsteigen kannst. Wie einfach es rein technisch ist, einen Blog zu starten, beweisen aber auch die vielen Blogs von nicht besonders guter Qualität – eben solche, bei denen man merkt, dass der Blog nur halbherzig betrieben und selten aktualisiert wird. Dazu soll dein Blog nicht gehören. Deshalb möchten wir dir den Einstieg in einigen Schritten erleichtern!

Finde dein Thema!

Das wichtigste für einen richtig guten Blog ist, dass er ernst genommen wird. Welches Thema, welche Sache begeistert dich so richtig? Das Tolle beim Bloggen ist – du hast die Wahl! Ganz egal, ob es um Sticken, Motorräder oder kirchliche Hymnen des 12. Jahrhunderts geht, in deinem Blog darfst du deinen Beruf, deine Berufung oder dein Hobby vorstellen. Wenn du Glück hast, auch alles zusammen. Dazu musst du kein Top-Experte sein. Im Gegenteil: Es gibt einige außerordentlich erfolgreiche Blogs, denen man den Lernfortschritt und die Entwicklung des Schreibenden deutlich anmerkt. Dazu gehören Blogs von Sprachstudierenden oder Menschen, die sich im Ausland eine neue Existenz aufbauen. Also nur zu!

Für wen möchtest du schreiben?

Einerseits für dich selbst – weil es dir Freude macht. Aber bestimmt hast du eine Vorstellung, wen deine Blogtexte erreichen sollen. Wenn nicht, denk einfach mal drüber nach. Wer interessiert sich für das, was du zu erzählen hast, und wie kannst du diese Leser*innen erreichen?

Der Schreibstil ist wichtig

Um ein Thema, eine Geschichte interessant vorbringen zu können, ist es nicht ganz unwichtig, dass du ansprechend schreiben kannst. Auch hier gilt: Es muss keine hohe Literatur sein – aber dein Blog sollte sich flüssig und angenehm lesen und dabei interessant klingen. Wenn dir das Schreiben zu Beginn noch nicht so gut von der Hand geht, helfen einige Kniffe:

  • Überlege dir vorher, wie du deinen Text gliedern willst – der Leser braucht den berühmten „roten Faden“.
  • Schreibe in kurzen Sätzen, unterteile deinen Text in Abschnitte und verwende Zwischenüberschriften, Aufzählungen, gern auch kleine grafische Elemente oder Fotos, um den Blog aufzulockern!
  • Achte vor allem zu Beginn ein bisschen auf die Wortwahl. Gibt es viele Wiederholungen? Kommen bestimmte Füllwörter oder Wendungen zu häufig vor?

Keine Sorge, du darfst Fehler machen. Auch beim Bloggen fällt kein*e Meister*in vom Himmel. Wenn dein Blog aber irgendwann abheben und ein kleines Einkommen schaffen soll, trägt eine gelungene sprachliche Form ziemlich viel dazu bei!

Ein gutes CMS ist die halbe Miete

Ein CMS ist ein Content Management System, also eine Cloud-Anwendung, die dir erlaubt, Design, Struktur und Inhalte aus einem zentralen Speicher in deine Seiten einzubetten. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach und heißt WordPress. Das wohl beliebteste und bekannteste CMS der Welt ist für Einsteiger vollkommen kostenlos und bietet zahlreiche ebenfalls kostenlose Designs, die du für das Blogging nutzen und oft sogar noch ein wenig anpassen kannst. Mit WordPress sieht sogar dein allererster Blog sofort richtig gelungen aus. Das ist wichtig, denn auch bei Bloggen „isst das Auge mit“ – deine Leser*innen werden kaum auf einer unattraktiven Seite verweilen, um den Text zu lesen. Solltest du später das Gefühl haben, dass jetzt eine eigene Website her muss, kannst du WordPress immer noch upgraden und die Bezahlversion nutzen. In diesem Artikel erklärt Sven aus der Freelance Junior Community, worauf du bei der Wahl deines WordPress-Themes dringend achten solltest.

Verbreite die frohe Botschaft!

Das WordPress Template ist ausgewählt und einige Blogartikel hast du schon geschrieben – nur müssen deine Leser*innen dich jetzt auch finden. Das erreichst du auf zwei verschiedene Weisen.

1 Social Media nutzen

Deinen Content kannst du in sozialen Netzwerken posten – überall dort, wo du glaubst, deine Leser*innen zu finden. Such nach Facebook-Gruppen, relevanten Posts auf Twitter oder Instagram. Wenn es zu deinem Thema passt, kann auch ein YouTube-Kanal nützlich sein. Und umgekehrt sollte auch im Blog mit Symbolen auf die sozialen Netzwerke verwiesen werden. Like- und Share-Buttons einzubauen ist mit WordPress kinderleicht und hilft bei der Verbreitung deiner Texte ebenfalls.

2 Suchmaschinen-Optimierung

SEO, die Aufbereitung von Texten für Suchmaschinen, sorgt dafür, dass ein Text genau die Schlüsselwörter enthält, nach denen Leser zu diesem Thema bevorzugt suchen. Wie gefragt bestimmte Suchbegriffe sind, erklärt dir Google! Gib in die Suchleiste nur die Anfangsbuchstaben eines Begriffs ein, den du mit deinem Thema verbindest, und schau, welche Suchanfragen dazu gestellt werden. Diese Wörter und Wortfolgen machen deinen Text für Google & Co. interessant. Sie sollten deshalb im Text, in den Überschriften und Zwischenüberschriften, aber auch in Bildunterschriften und im Seitentitel vorkommen. Auch das ist leichter, als du denkst, denn WordPress lässt sich dazu mit SEO-Plugins versehen, die dir die Arbeit abnehmen. Wenn du diesen Weg gehen möchtest, schau dir doch einmal den Artikel von Frederik, ebenfalls aus der Freelance-Junior-Community, an, der von seinen größten SEO-Learnings beim Aufbau seines Blogs berichtet.

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Geh auf andere Blogger*innen zu

Dein Blog wird eine immer größere Reichweite erzielen, wenn du dich mit anderen Blogger*innen austauscht. Du möchtest gern über ein bestimmtes Thema schreiben, das zu deinem Blog passt, von dem du aber nicht sehr viel verstehst? Lade eine*n Gastblogger*in ein! Oder tausche Fotos und Videos mit anderen, die ein Instagram- oder YouTube-Profil pflegen. Das nützt allen und macht dich bekannter.

Gleiches gilt auch für die Kommentarfunktion in deinem Blog. Du kannst sie aktivieren – sofern du auch mal Kritik wegstecken kannst. Und ja, es gibt Menschen, die zu jedem noch so guten Thema beleidigende Kommentare schreiben. Mach dir nichts daraus. Es wird andere Leser*innen geben, die sich gern austauschen wollen. Bring eine Diskussion in Gang und du sorgst dafür, dass dein Blog „unter die Leute kommt“.

Nebenjob Blogging: Mit Affiliate -Programmen Geld verdienen

Solltest du im Laufe der Zeit genug Besucher*innen auf deine Seite ziehen, kann es sich lohnen, über ein Partnerprogramm nachzudenken, wie es beispielsweise Amazon anbietet. Auch hier bei Freelance Junior, gibt es ein solches Programm. Verlinke auf interessante Produkte, die zum Thema des Blogs passen. Auf diese Weise wird dein Blog graduell zum Nebenjob. Für jeden Besucher, der von deiner Seite kommt und kauft, erhältst du eine Vergütung. Keine Sorge, Affiliate Programme sind in der Regel sehr korrekt und relativ einfach zu verstehen. 

Hier noch ein kleines Praxis-Beispiel: Im GREATJOB-Magazin von Freelance Junior geht es größtenteils darum, wie du als Freelancer*in neben dem Studium Geld verdienst, entsprechend ist ein eigenes Konto für geschäftliche Ein- und Ausgaben für die Leser*innen relevant. Folgerichtig findest du hier einen Konto-Vergleich, in dem – das soll kein Geheimnis sein – Affiliate-Programme angebunden sind.

Und zum Schluss: Einfach machen!

Dein richtig guter Blog entsteht nicht von allein. Du wirst zu Beginn Arbeit hineinstecken müssen, neue Dinge lernen und immer wieder Änderungen vornehmen. Zeit braucht das schon. Aber bei einem Blog gilt: Der Weg ist das Ziel. Wenn du Spaß daran hast, dein Thema zusammen mit deinen Lesern zu entdecken, wirst du im Laufe der Zeit feststellen, dass aus dem kleinen Online-Tagebuch eine Seite mit beachtlicher Gefolgschaft geworden ist. Um dahin zu kommen, musst du den ersten Schritt tun. Fang einfach an!


Tobias Lang
Gastautor

Über Tobias

Tobias ist Experte für Textkorrektur und Textoptimierung bei studi-kompass. Er ist promovierter Sprachwissenschaftler und unterstützt gerne Studierende beim Bestehen ihrer Abschlussarbeiten.

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