Tipps für Freelancer

Mit diesen Tipps gelingt der Einstieg in deine Bewerbung

Ben Dehn
Mai 2017

Vielen Menschen bereitet der Einstieg in das Bewerbungsschreiben große Probleme. Wir haben die passenden Tipps, damit du problemlos die richtigen Worte findest.

Aller Anfang ist leicht

Die Redewendung besagt normalerweise das Gegenteil, jedoch steht am Anfang jedes Bewerbungsschreibens die Anrede des Ansprechpartners und hier unterläuft dir kein Fauxpas, wenn du weißt, wen du ansprichst.

Auf ein klassisches „Sehr geehrte Damen und Herren“ solltest du nach Möglichkeit verzichten. Diese Form der Anrede wirkt sehr unpersönlich und sollte nur verwendet werden, wenn du trotz gründlicher Recherche tatsächlich keinen Ansprechpartner ausfindig machen kannst.

Wer erhält deine Bewerbung?

Zur Recherche reicht oft schon ein genauer Blick auf die Stellenausschreibung. In den meisten Fällen wird hier zum Ende oder am Rand der Ausschreibung ein Ansprechpartner genannt, den du mit deiner Bewerbung ansprechen kannst.

Sollte dies nicht der Fall sein, gehst du einen Schritt weiter und besuchst die Website des Unternehmens. Hier schaust du bei „Team“ oder einer vergleichbaren Rubrik nach, wer für Bewerbungen zuständig ist.

Falls dich deine Suche weiterhin zu keinem Ergebnis führt, kann ein Griff zum Telefonhörer Wunder bewirken. Melde Dich über die zentrale Rufnummer, stelle dich kurz als Bewerber vor und frag nach, ob es eine konkrete Person gibt, der du deine Bewerbung zukommen lassen kannst. Wenn du deine Frage damit begründest, dass du die Bewerbung nicht unpersönlich halten möchtest, unterstreichst du gleichzeitig die Seriosität deines Bewerbungsvorhabens.

In der Bewerbung direkt per du?

Nicht selten werden potenzielle Bewerber heutzutage von Unternehmen in der Ausschreibung geduzt. Überschriften wie „Wir suchen dich“, „Deine Aufgaben“, „Das bringst du mit“ oder „Du passt zu uns, wenn …“ sind vor allem bei Ausschreibungen von Startups recht beliebt.

Da in vielen Startups ein eher lockerer Umgangston herrscht und sich die Mitarbeiter untereinander duzen, wird auch die Ausschreibung in der du-Form verfasst. Aber: Darfst du den Empfänger deiner Bewerbung auch direkt duzen oder solltest du beim förmlichen „Sie“ bleiben und abwarten, wie sich der Umgangston im Arbeitsumfeld gestaltet?

Die Antwort lautet: Du darfst den Ansprechpartner duzen. Nicht nur darfst du dies tun, du solltest es sogar tun. Auf diese Weise signalisierst du, dass du a) die Ausschreibung gelesen und verstanden hast und b) kein Problem damit hast, geduzt zu werden. Du lässt deinen potenziellen neuen Auftraggeber also indirekt wissen, dass du in das bestehende Team passt.

Dabei sollst du selbstverständlich nicht in die Umgangssprache verfallen und dir in sprachlicher Hinsicht eine Jogginghose überstreifen. Es geht schließlich immer noch darum, dass der Auftraggeber eine professionelle Arbeitskraft sucht und du dem Unternehmen deine Arbeitsleistung anbietest.

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Der erste Satz muss überzeugen

Diese Redewendung dürftest du wahrscheinlich schon einmal gehört haben. Allerdings ist es wichtig, dass du dich hier nicht als das Nonplusultra darstellst, selbst wenn es vereinzelt Auftraggeber geben wird, die eine derartige Selbstsicherheit gut finden. Mit dieser Herangehensweise wirkst du auf die meisten Auftraggeber eher überheblich und schreckst den Leser im ersten Moment ab – keine wünschenswerte Reaktion auf den Einstieg ins Bewerbungsschreiben.

So also bitte nicht:

„Als jahrgangsbester Absolvent mit herausragenden Noten und jeder Menge Erfahrung aus einer Unmenge von Einsätzen bei den besten und namhaftesten Unternehmen der Branche hat Ihr Stellenangebot natürlich sofort mein Interesse geweckt.“

„Auf Ihrer Internetseite habe ich gelesen, dass Sie einen Webentwickler suchen. Damit können Sie nun aufhören – ich bin ja jetzt da.“

Überzeugen, aber richtig

Wodurch du mit dem ersten Satz tatsächlich überzeugst, ist ein klarer Bezug zum Unternehmen bzw. zur Stelle oder dem ausgeschriebenen Projekt. Dazu kannst du entweder von deiner Person und Erfahrung aus auf den Auftraggeber hinleiten oder direkt auf das anstehende Projekt zu sprechen kommen und verdeutlichen, inwiefern du den Auftraggeber mit deiner Expertise dabei unterstützen kannst.

Ganz wichtig – und das zählt für alle Bereiche der Bewerbung – ist die Individualität.

Abgedroschene Floskeln liest niemand gerne. Wer dazu noch täglich mehrere Bewerbungen liest, kennt diese Floskeln aus dem Effeff. Idealerweise suchst du dir also einen Anknüpfungspunkt aus, der dich an dem Unternehmen oder an der ausgeschriebenen Stelle bzw. dem Projekt begeistert.

Die beiden zentralen Fragen, die du für dich beantworten solltest, lauten:

  1. Warum möchtest du ausgerechnet für diesen Auftraggeber arbeiten?
  2. Warum sollte der Auftraggeber sich ausgerechnet für dich entscheiden?

Mögliche Einstiege:

„Die Supershop AG beabsichtigt, den E-Commerce Bereich durch einen neuen Onlineshop auszuweiten. Da ich als Webentwickler in genau diesem Bereich fünf erfolgreich realisierte Projekte in den vergangenen zwei Jahren vorweisen kann, möchte ich mich Ihnen im Folgenden vorstellen.“

„Als Webentwickler mit umfassender Erfahrung in der Realisation von E-Commerce Projekten bin ich auf der Suche nach einem spannenden Projekt, bei dem ich meine Erfahrung und Fachkenntnisse optimal zur Geltung bringen kann. Da ich die Supershop AG gerne bei der geplanten Neugestaltung des Onlineshops unterstützen möchte, stelle ich mich Ihnen im Folgenden kurz vor.“

Sollte dir die Kreativität oder schlichtweg die Zeit fehlen, kannst du deine Bewerbung schreiben lassen. Es gibt professionelle Dienstleister, die dir die mitunter mühselige Arbeit abnehmen können.

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick:

  • Nach Möglichkeit kein „Sehr geehrte Damen und Herren“ als Anrede
  • Ansprechpartner herausfinden (Website besuchen, ggf. Anruf beim Auftraggeber)
  • Richtige Schreibweise des Namens beachten (beim Telefonat notfalls buchstabieren lassen)
  • Tonfall der Ausschreibung beachten: Wird geduzt, duze zurück
  • Streiche „Hiermit bewerbe ich mich …“ aus deinem Kopf – Individualität kommt an
  • Verwende keinen Konjunktiv – „hätte“, „würde“, „könnte“ usw. haben in der Bewerbung nichts verloren
  • Keine Superlative verwenden, authentisch bleiben
  • Bezug zur Stelle oder dem Projekt bzw. zum Unternehmen herstellen – so weckst Du Interesse
  • In der Einleitung kurz auf deine Person (Erfahrung) eingehen und mit der Ausschreibung verknüpfen – Fragen beantworten: Warum du? Warum dieser Auftraggeber?

Ben Dehn

Über Ben

Gastautor Ben Dehn arbeitet für die webschmiede GmbH in Bochum. Mit der Dienstleistung „Die Bewerbungsschreiber“ ist das Team der webschmiede GmbH bereits seit mehreren Jahren darauf spezialisiert, ebenso individuelle wie professionelle Bewerbungsunterlagen anzufertigen und bietet darüber hinaus noch viele zusätzliche Leistungen und Services rund um die Themen Bewerbung und Karriere.

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