Tipps für Freelancer

Worauf du beim Erstellen von Piktogrammen achten solltest – 8 einfache Tipps

Sophia Grunert · Mediendesign
April 2020

Man begegnet ihnen jeden Tag - im Straßenverkehr, auf dem Flughafen, auf Verpackungen – die Rede ist von Piktogrammen. Es gibt wahnsinnig viele und doch hat jedes seine eigene ganz spezielle Bedeutung. Meist sind sie sehr minimalistisch gehalten damit jeder, egal woher man kommt, ihre Bedeutung erkennt. Ähnlich wie Smileys funktionieren sie international, was auch wichtig ist, wenn es beispielsweise um das Leitsystem eines Flughafens geht. Doch worauf muss man beim Erstellen solcher Piktogramme achten? 

Allgemein gilt, dass Piktogramme den Blick des Betrachters auf sich ziehen sollen. Je nach Art sind sie motivierend und auflockernd und wirken durch Form und Farbe. Außerdem werden sie schneller wahrgenommen und verstanden als Text, da die Information komprimiert dargestellt wird.

1. Definiere die Zielaussage

Bevor du mit der Gestaltung anfängst, solltest du dir bewusst machen, welche Botschaft die Piktogramme haben sollen. Eine Warnung? Ein Hinweis? Schreibe die Zielaussage mit ein paar Sätzen auf. Im Prozess ist es äußerst nützlich, später immer wieder darauf zurückzugreifen. 

2. Zücke zuerst den Bleistift – und dann den Computer

Fange beim Entwerfen mit Handskizzen an. Es ist egal, ob du Zeichnen kannst oder nicht, denn es hilft in jedem Fall, Inhalte und Formen zu entwicklen. Greife erst später zum Computer. Du bist sonst mit den Möglichkeiten der Software beschäftigt und konzentrierst dich nicht mehr auf den Prozess an sich. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Kreativität vernachlässigt wird. Das gleiche gilt übrigens auch für das Erstellen von Illustrationen, aber das ist ein anderes Thema.

3. Konzentriere dich auf das Wesentliche

Versuche Objekte so einfach wie möglich zu halten, ohne dass die Erkennbarkeit darunter leidet. Schließlich lenken Details eher ab, da sich der Betrachter an Kleinigkeiten aufhält. Nehmen wir zum Beispiel ein Auto: Um das Piktogramm als Auto zu identifizieren, braucht es maximal Räder, Karosserie, Lenkrad und Scheinwerfer. Türgriffe kannst du dir sparen! Durch die markanten Elemente wird beim Betrachter ein Bild im Kopf ausgelöst, das mit dem vorhandenen Wissen übereinstimmt.

Profil erstellen und in 2 Minuten bewerben

Registriere dich kostenlos bei Freelance Junior und finde zu deinem Studium passende Aufträge

Jetzt registrieren
Finde Aufträge,
die zu deinem Studium passen
Aufträge entdecken

4. Rücke die Piktogramme in den richtigen Kontext

Achte darauf, dass deine Piktogramme geschlossen wirken. Wähle dazu eine Umrahmung oder einen vollflächigen Hintergrund. Hierfür haben sich im Lauf der Zeit einige Regeln entwickelt: Sicherheitspiktogramme haben beispielsweise meist einen gelben Hintergrund und eine schwarze Umrahmung. Verbotspiktogramme einen roten diagonal durchgestrichenen Kreis. Hier ist nicht der Moment, um kreativ zu Experimentieren, da dies im worst case dazu führt, dass die Piktogramme falsch eingeordnet werden.

5. Teste die Erkennbarkeit

Oberste Prio: Das Piktogramm muss sofort erkennbar sein. Testen kannst du die Erkennbarkeit, in dem du dich nach der normalen Leseentfernung richtest. Der Bereich des scharfen Sehens ist ca. so groß wie eine Zehncent Münze. Nun ist auch ein guter Moment, um Freund*innen und/oder Verwandten dein Werk zu zeigen – schließlich ist ja noch nicht wirklich geholfen, wenn nur du selbst dein erstelltes Piktogramm erkennst. 

6. Sei konsequent in der Gestaltung

Piktogramme die zu einer Reihe gehören, sollten immer gleich groß sein. Wichtig ist auch, dass sie einen einheitlichen Stil besitzen. Wähle möglichst den gleichen Blickwinkel, die gleichen Farben, Pfeile und Linien. Soll ja nicht wir Kraut und Rüben aussehen.

7. Treib’s nicht zu bunt

Wenn man Farbe einsetzt, dann KEINE Farbverläufe! Im allgemeinen gilt: Weniger ist mehr. Farben sollten sparsam eingesetzt werden, da bunte Bilder eher verwirren. Im Gegensatz dazu, kann gezielt eingesetzte Farbe die Aufmerksamkeit steuern und den Betrachter lenken. Zum Beispiel werden Rot- oder Gelbtöne, in Kombination mit Schwarz als warnend verstanden und symbolisieren dem Betrachter: Achtung! Blau wirkt hingegen beruhigend.

8. Teste lieber zu viel als zu wenig

Nachdem die Piktogramme erstellt wurden, kannst du weitere Probanden befragen, um herauszufinden, ob die Erkennbarkeit gegeben ist. In diesem Prozessschritt lassen sich noch vorhandene Schwachstellen beheben.


Sophia Grunert
Mediendesign
Profil ansehen

Über Sophia

Sophia hat vor ihrem Studium eine Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin abgeschlossen. Da sie schon immer ein gutes Händchen für Gestaltung hatte, war die Entscheidung für ein Design-Studium schnell gefallen. Seither informiert sie sich stets über Designtrends und holt sich über verschiedene Wege neue Inspirationen.

Freelance Junior vermittelt kostenlos spannende Aufträge an studentische Freelancer

Aufträge entdecken

Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden (Details).

Okay