Tipps für Freelancer

Wie Texter*innen ihre Auftraggeber*innen glücklich machen – Tipps und Tricks zur Contenterstellung

Theresa Marie Kuchler · Kunst- und Kulturgeschichte
November 2019

Als Freelancer*in wirst du vor allem ein Ziel haben: deine Auftraggeber*innen mit einer tollen Leistung überzeugen, um dafür entsprechend honoriert zu werden. Denn eins ist klar: Nur zufriedene Kunden sichern dir ein stetiges Einkommen. Dieser Beitrag soll dir zeigen, wie du als Texter*in überzeugenden Content erstellst. Denn mit qualitativer und mehrwertiger Contenterstellung kannst du durchaus das ein oder andere Glücksgefühl von Auftraggebern herauskitzeln und dabei noch für ein dickes Plus auf deinem Studi-Konto sorgen.

Contenterstellung – was ist das eigentlich genau?

Doch zuerst sollte geklärt werden, was überhaupt der Sinn und Zweck von Content und der Erstellung eines solchen ist.

Besonders im Online-Bereich wird qualitativer Inhalt ständig und überall gebraucht – dabei bezeichnet Content nicht nur Texte, sondern auch Bilder oder Videos. Im Bereich Text kommt es im Wesentlichen darauf an, einen inhaltsvollen und sprachlich ansprechenden Beitrag zu schreiben. Dieser sollte bestenfalls zur Suchmaschinenoptimierung – SEO – dienen, ein relevantes Thema behandeln, unique sein und sich auf eine Zielgruppe ausrichten. Sowohl die Intention des Textes als auch die potentielle Leserschaft muss beim Schreiben von Content daher stets im Vordergrund stehen. Textliche Contenterstellung kommt beispielsweise bei Webseiten und Landingpages, aber auch in Blogbeiträgen oder Produktbeschreibungen zum Einsatz.

Und wie schreibt man überzeugenden Content? Das ist gar nicht so schwer: Behältst du stets im Kopf, welches Ziel der Text verfolgt und beachtest beim Schreiben ein paar der folgenden Dinge, zauberst du fix qualitativen Inhalt.

Nutze das Briefing zu deinem Vorteil

Das Briefing des Auftraggebers – für Texter*innen kann es Fluch und Segen zugleich sein.

Bei einem ellenlangen, detailüberfluteten Briefing, das mit unrealistischen Keyworddichten gespickt ist, wird sich wohl jeder Auftragstextende zunächst seufzend an den Kopf fassen. Glücklicherweise bilden solch kaum realisierbare Textvorgaben die Ausnahme in der Welt der Auftragstexte. Die meisten Briefings sind kurz und bringen prägnant auf den Punkt, worum es im verlangten Content gehen soll – was den Schreibprozess erheblich erleichtert.

Du kannst die Vorgabenliste des Auftraggebers im Grunde immer als positive Hilfestellung für dich nutzen. Denn wer die Punkte des Briefings als Leitfaden sieht und sich dabei strikt an Keyworddichte, Länge, Leseransprache und Zielgruppe hält, trifft meist exakt die Vorstellungen des Kunden. Außerdem dient dir das Briefing später als Checkliste, mit der du nach der Contenterstellung sicherstellst, alle wichtigen Punkte und Anforderungen in den Text eingearbeitet zu haben.

Gute Recherche ist die halbe Miete

Nicht jeder beauftragte Content wird in deinem Expertengebiet liegen und sich einfach so aus dem Handgelenk schütteln lassen. Im Normalfall gilt es eher, zunächst einen Überblick über das Thema zu bekommen. Das heißt: recherchieren, lesen, notieren. Umso intensiver die Vorarbeit geleistet wird, umso schneller und zielgerichteter lässt sich der Text später ausformulieren.

Das Internet erleichtert Recherchearbeiten enorm, da ein Thema meist schon auf anderen Blogs und Webseiten behandelt worden ist und man so schnell auf relevante Ergebnisse stößt, die einem bei der Strukturierung des eigenen Texts helfen. Es ist ratsam, sich die wichtigsten Punkte verschiedener Quellen direkt herauszuschreiben und in eigenen Worten wiederzugeben. Denn logischerweise ist das Kopieren und Abschreiben bereits vorhandener Beiträge ein absolutes No-Go – wer plagiiert, holt sich in der Texter-Branche schnell einen negativen Ruf ein. Abgesehen davon werden nicht-unique Texte in der Regel sowieso nicht abgenommen.

Strukturiere deinen Text im Voraus

 Nach ergiebiger Recherche zum Thema folgt nun eine grobe Planung des Textes, die das spätere „Herunterschreiben“ ungemein erleichtert. Dazu ist es ratsam, sich die Anordnung und Reihenfolge der relevantesten Aspekte stichpunktartig aufzuschreiben. Auch das Setzten erster grober Zwischenüberschriften hilft bei der Strukturierung enorm. Die Überschriften müssen noch nicht ausgefeilt sein, aber in etwa den Inhalt des dazugehörigen Abschnittes angeben. Übrigens: eine Gliederung des Textes durch Zwischenüberschriften wird meist sowieso verlangt, um das Geschriebene optisch aufzulockern – du schlägst also zwei Fliegen mit einer Klappe.

Diese Strukturvorgaben werden dir einiges an Zeit ersparen und verringern die Gefahr von Themenabweichungen.

Den Anfang macht die Einleitung – oder auch nicht

Die ersten Zeilen eines Textes sind die wichtigsten: sie entscheiden darüber, ob Leser*innen interessiert fortfahren – oder eben nicht. Mit der Einleitung sollst du die Lesenden sofort fesseln und in den Bann ziehen. Außerdem soll sie kurz aufzeigen, was das Folgende thematisiert und bestenfalls auch eigenständig als Teaser funktionieren. Zudem gehören vorhandene Keywordvorgaben ebenfalls in die Einleitung, denn es ist sinnvoll, diese gleich zu Beginn des Contents einzuarbeiten.

Doch das ist alles leichter gesagt, als getan – oft fällt einem der Anfang doch am schwersten. Der Trick lautet: nur weil etwas ganz oben steht, muss es nicht automatisch als erstes geschrieben sein. Fange ruhig erst mit dem Hauptteil an und ergänze die Einleitung zum Schluss, später wird das sowieso keinem auffallen.

Diese Hilfestellung nimmt dir hoffentlich die erste Hürde und erleichtert dir den Einstieg ins Schreiben.

Die Ausformulierung des Hauptteils

Jetzt heißt es: schreiben, schreiben, schreiben. Auch wenn du vielleicht Hemmungen hast, und den Text bei der ersten Formulierung am liebsten perfekt vor dir haben möchtest, solltest du dich nicht gleich in Feinheiten verlieren. Zum Schluss folgt so oder so eine ausführliche Endredaktion – die Zeit, die du zum Überarbeiten und Optimieren während des Schreibprozesses brauchst, kannst du dir also sparen.

Anhand deiner Zwischenüberschriften und Stichpunkte kannst du den Inhalt Schritt für Schritt abarbeiten. Wirf nebenbei auch immer mal wieder einen Blick auf das Briefing, um sicher zu gehen, keine Anforderungen an den Content zu verfehlen oder zu vergessen. Es ist unpraktisch, den fertigen Text noch einmal wegen Keyworddichte oder Sprachstil bearbeiten zu müssen.

Kommt es zu einer Schreibblockade oder einem Gefühl von Unsicherheit, hilft oft eine Pause. „Eine Nacht darüber schlafen“ mag recht abgedroschen klingen, ist oft aber wirklich zielführend. Was am Vorabend noch unmöglich zu lösen oder formulieren schien, lässt sich am nächsten Morgen mit einem frischen Kopf locker herunterschreiben.

Eile mit Weile

Ein spannend formulierter und mehrwertiger Text schreibt sich nicht einfach so nebenbei. Um den Ansprüchen des Auftraggebers und auch den Erwartungen an deine eigenen Schreibkünste gerecht zu werden, solltest du besonders zu Beginn deiner Tätigkeit als Texter*in genügend Zeit für die Contenterstellung einplanen. Es stimmt, „Zeit ist Geld“ – aber Leser*innen merken auf Anhieb, ob ein Text eilig heruntergetippt wurde oder ob Zeit und Muße in ihm steckt. Und du wirst merken: umso mehr Content du in deiner Autor*innen-Laufbahn erstellst, umso leichter wird dir der Schreibprozess fallen. Die Fortschritte wirst du schon nach den ersten Auftragstexten merken und bald schneller und effizienter arbeiten. 

Setzte passende Überschriften

Steht der Text, geht es ans Überarbeiten der Überschriften. Lies dir dazu die einzelnen Textpassagen noch einmal durch und ersetze deine erst gewählten, groben Titel gegen kurze, zum Inhalt passende Zwischenüberschriften. In wenigen prägnanten Worten sollte den Leser*innen auf einen Blick deutlich gemacht werden, was sie in dem jeweiligen Abschnitt erwartet. Versuche, die Titel aktiv zu formulieren, vorhandene Keywords einzubauen und sie für eine bessere Suchmaschinensichtbarkeit eher knapp zu halten. Das klingt schwieriger als es tatsächlich ist: Nachdem du dich schon intensiv mit dem Content auseinandergesetzt hast, wird dir das Formulieren der Titel leicht fallen.

Wenn dein Text noch keine Hauptüberschrift haben sollte, kannst du auch diese jetzt festlegen. Inzwischen weißt du, worauf dein Content abzielt und das wird dir dabei helfen, eine Überschrift zu finden. Überleg dir auch hier ein paar prägnante Worte, die deinen Text herausstechen lassen.

Die Endredaktion: letzte Schliffe

Zu guter Letzt folgt der Feinschliff deiner Contenterstellung. Lies dir hierfür deinen Text noch einmal genau durch und achte neben Verständlichkeit, Rechtsschreibfehler und Satzlänge auch darauf, ob die Leserschaft durch deinen Beitrag stets einen Mehrwert erhält. Werden alle Fragen durch den Text beantwortet? Gibt es irgendwo Wiederholungen oder leere Phrasen, die herausgenommen werden können? Mit solchen Kontrollfragen im Hinterkopf solltest du die Endredaktion vornehmen. Jetzt kannst du auch noch einmal das Briefing als Checkliste heranziehen. Hast du alle Vorgaben eingehalten und bist mit der Formulierung deines Textes zufrieden, steht der Abgabe des Contents nichts mehr entgegen.

Zusammenfassend…

Um einen zufriedenstellenden Content zu kreieren, solltest du dich an eine strukturierte Vorgehensweise halten und vermeiden, „ins Blaue hinein“ zu schreiben. Behalte dafür außerdem stets die Zielgruppe, Fragestellung und das Briefing des Auftraggebers im Blick.

P.S.: Sollte es im Schreibfluss doch einmal haken, helfen dir diese 7 Tipps gegen Schreibblockaden.  


Theresa Marie Kuchler
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Über Theresa Marie

Theresa Marie arbeitet neben ihrem Studium als freie Texterin für Blogbeiträge und Contenterstellung. Das Freelancer-Dasein ermöglicht ihr, eine eigenständige Arbeitsweise mit der Kreativität des Schreibens zu verbinden.

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